Der Albumtitel PRINCE OF FAILURE ist nicht nur gleichzeitig der Name des gemeinsamen kreativen Projekts von Tesseract-Sänger Daniel Tompkins und Multiinstrumentalist Paul Ortiz, sondern steht auch sinnbildlich für den inneren Kritiker, mit dem sich Tompkins im Lauf der Platte auseinandersetzt und am Ende Frieden schließt. Genau diese Entwicklung spiegelt sich auch musikalisch wider: Statt in Selbsthass oder tiefer Verzweiflung zu versinken, wirkt das Album wie das Ergebnis eines persönlichen Reifeprozesses und einer langsamen Versöhnung mit den eigenen Fehlern. Der emotional eindringliche Gesang von Tompkins bewegt sich dabei zwischen verletzlichem, teils fast souligem Klargesang und druckvollen Screams, die stets gezielt eingesetzt werden. Die harten Momente schlagen dadurch genau dort ein, wo sie ihre größte Wirkung entfalten. Gleichzeitig erschafft Ortiz mit düsteren, wuchtigen und progressiven Riffs sowie elektronischen Klangelementen eine verträumte, nahezu hypnotische Atmosphäre. Genau diese Balance macht PRINCE OF FAILURE so faszinierend: Die Songs wirken introspektiv und ruhig, gleichzeitig aber auch umhüllend und mitreißend. Die moderne Produktion verleiht der Platte die nötige Weite und damit den letzten Schliff. Das Ergebnis ist ein immersives Progressive Metal-Album, das weniger auf vertrackte Prog-Frickeleien setzt als auf emotionale Tiefe, Atmosphäre und ehrliche Selbstreflexion – absolut empfehlenswert!
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