Was erwarten wir von einem Prong-Album? Ausgefeilte Arrangements? Flüssige Gesangslinien? Die großen Melodie-bögen? Quatsch. Von -Tommy Victor will man das volle Rhythmusbrett, einen metallischen Tritt in den Steiß und Riffs, mit denen man Schädel spalten kann.
‘Whose Fist Is This Anyway?’ oder ‘Snap Your Fingers, Snap Your Neck’, jemand? Und genau das liefert X – NO ABSOLUTES fast in -Perfektion. Beim Eingangs-Riff von ‘Ultimate Authority’ würden Dimebag Darrell die Freudentränen über den whiskey-getränkten Mund kullern. Meine Güte, ist das fett. Das folgende ‘Sense Of Ease’ beweist, dass Victor auch gerne mal ein Slayer-Shirt überwirft (allein die quäkende Soloarbeit!), bevor ‘Without Words’ einen groovenden Keil zwischen Hardcore und Metal treibt. Megageil. Der Nacken ist auf diesem Album dauerbeschäftigt, zumal der Sound einen direkt anspringt. Twinguitars?
Am Start. Moderne Ausflüge? Gibt es (beispielsweise im recht rockigen Titel-Song). Metallisch bleiben auf X – NO ABSOLUTES keine Wünsche offen. Was auffällt: Derart gewinnend klang Victors Stimme selten, daran wurde definitiv intensiv gearbeitet. Das ergibt einen schönen Kontrastpunkt zu der Armada von streitlustigen Riffs, die einem der 49-Jährige um die Ohren prügelt. X – NO ABSOLUTES ist ein Rausch für alle Riff-Junkies und erfüllt damit alle Hoffnungen, die man mit einer neuen Prong-Scheibe verbindet.
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Bagman
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