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Replacire THE CENTER THAT CANNOT HOLD

Death Metal, Season Of Mist/Soulfood (11 Songs / VÖ: 21.6.)

3/ 7
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Sieben Jahre nach DO NOT DEVIATE (2017) veröffentlichen Replacire mit THE CENTER THAT CANNOT HOLD ihr drittes Album – und machen dieselben Fehler wie bereits auf dem Vorgänger. Zwischen poliertem Death Metal, der zugegebener­maßen in Teilen beeindruckend an­spruchs­voll ist, und einem modernen Anstrich, der die Aggression der rüpel­haften Prügelorgien gnadenlos tilgt, oszillieren die US-Amerikaner beständig zwischen zärtlichem Klargesang und brutalem Keifen. So wird ‘Bloody-Tongued And Screaming’ zum dumpfen Trommelgewitter mit verwaschenen Grummlern, entpuppt sich ‘The Center That Cannot Hold’ als mäßig gute Hardcore-Hymne mit Gitarrengefrickel, und wagt ‘A Fine Manipulation’ nur zaghafte Schwenker in Klargesang.

‘Dragged Yourself Along The Earth’ traut sich zwar deutlich mehr, doch über die gesamte Spieldauer kann THE CENTER THAT CANNOT HOLD kaum überzeugen. Zu häufig tritt die Musikalität zugunsten eines Auf-Dicke-Hose-Machens in den Hintergrund. Dabei zeigt vor allem der sechsminütige Schluss-Track ‘Uncontrolled And Unfulfilled’, dass es Replacire durchaus verstehen, zwischen Sanftmut, Aggression und inspirierter Saitenakrobatik abzuwägen. Umso enttäuschender, dass es häufig nicht gelingt, das gesunde Mittelmaß aufzufinden. Das Potenzial dazu wäre vorhanden.

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