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Godsmack 1000HP

Heavy Rock, Spinefarm/Caroline 11 Songs / VÖ: erschienen

5/ 7
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Der Kniff bei Godsmack: Sie trafen in ihren Liedern immer genau die Schnittstelle zwischen breitbeinigem Heavy Rock und den modernen Riff-Schleifen der Disturbed-Kategorie. Das Resultat war erdig, traditionell, zeit­geistig – und trotzdem irgendwie zeitlos. Eine gute Finte, eben. Und bei der bedienen sich Godsmack auch auf ihrem neuen Album 1000HP ausgiebig.
Die Gitarren sind wieder ganz dicke Hose (Zakk Wylde lässt atmosphärisch grüßen), dazu steht mit Sully Erna ein Mann am Mikro, der es bezüglich Präsenz und Bissigkeit sogar mit James Hetfield aufnehmen kann. Diese Mischung wirkt auch auf Werk Nummer sechs, zumal die Produktion von Dave Fortman (Slipknot, Evanescence) ordentlich Dampf auf den Kesseln hat. Aber: Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das alles schon mal in ähnlicher Form vernommen zu haben (selbst wenn zu Beginn der Platte einige schnörkellos alternative Riffs eingeflochten werden, die zum Glück den Härtegrad nicht mindern). Godsmack widerstehen wieder mal der Versuchung, sich selbst neu zu erfinden. Ob man das gut oder schlecht findet, hängt davon ab, ob man sich als Fan der Band sieht. Neue Hörerschaften wird 1000HP wohl nicht erobern, die alten aber absolut zufriedenstellen, zumal das Ganze wieder etwas frischer und enthusiastischer wirkt als auf THE ORACLE (2010). Und das ist bei drei aufeinanderfolgenden Nummer eins-Alben in den USA wahrlich kein schlechter Kniff.

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