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Star Trek: Picard Science-Fiction

Science-Fiction, CBS Television Studios

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Foto: Amazon Prime Video

Welche Dimensionen ‘Star Trek’ annehmen würde, war 1966, als die Originalserie (deutscher Titel: ‘Raumschiff Enterprise’) erstmals über die TV-Bildschirme flog, nicht abzusehen. Mehr als 50 Jahre später lebt das Franchise und erfreut sich bester Gesundheit – wieder, muss man sagen, denn das mediokre Kinoabenteuer ‘Star Trek: Nemesis’ (2002) leitete das zeitweise Ende der Weltraumsaga ein (welches mit dem Aus für ‘Star Trek: Enterprise’ 2005 besiegelt wurde).

Trotzdem ist es nicht erstaunlich, dass die Macher just hieran ansetzen: Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) ist nachhaltig einer der ikonischsten Captains, den die Sternenflotte hervorgebracht hat (er teilt sich diese Auszeichnung mit James T. Kirk), und die 1987 gestartete Serie ‘Star Trek: Das nächste Jahrhundert’ (Originaltitel: ‘The Next Generation’) unumstößlich der Fan-Favorit mit maximalster Breitenwirkung. Nun ist ‘Star Trek: Picard’ aber kein lauwarmer Aufguss der alten Serie, sondern erzählt eine ganz neue Geschichte.

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Denn die 18 Jahre seit den Ereignissen von ‘Nemesis’ und der Tod seines Freundes Data (Brent Spiner) sind nicht spurlos am gealterten Picard vorbeigegangen. Mehr noch: Die Welt, quatsch: Die Galaxie ist nicht mehr dieselbe, und der einst gefeierte Admiral und die Sternenflotte haben sich entzweit. Die hintergründige Geschichte wird in zeitgemäßem Duktus erzählt; für unbedarfte Zuschauer manchmal vielleicht ein bisschen zu schnell. Vor allem aber menschelt es durchgehend: Die Dramen, die sich (zumindest in den ersten drei uns zur Verfügung gestellten Episoden) abspielen, sind zwar Action-reich und von kosmischem Ausmaß, doch ‘Star Trek: Picard’ ist eine durch und durch charaktergetriebene Serie. Toll, dass neben altbekannten Gesichtern (neben Stewart und Spiner werden auch Jeri Ryan („Seven Of Nine“ aus ‘Star Trek: Voyager’), Marina Sirtis („Diana Troy“) und Jonathan Frakes („William Riker“) zu sehen sind) auch starke neue Figuren wie Dahj (gespielt von Isa Briones) und Raffi Musiker (Michelle Hurd) zur Geltung kommen.

Seven Of Nine (Jeri Ryan) in ‘Star Trek: Picard’
Seven Of Nine (Jeri Ryan) in ‘Star Trek: Picard’

Trotz aller Veränderungen und Modernisierungen werden die zahlreichen Fans der klassischen ‘Star Trek’-Reihen diesen Neuzugang lieben. Wegen zahlreicher Verbindungen (sogar zum 2009er-Reboot-Film ‘Star Trek’) und unaufdringlicher Andeutungen einerseits, vor allem aber aufgrund des spürbaren Respekts vor den Figuren und dem Kanon. Speziell der Mangel an Letzterem hat es vielen langjährigen Anhängern schwer gemacht, ‘Star Trek: Discovery’ ins Herz zu schließen: Die 2017 gestartete Prequel-Serie macht vieles richtig, ging in ihren bisherigen zwei Staffeln aber allzu salopp mit der stringenten ‘Star Trek’-Geschichtsschreibung um. ‘Picard’ dagegen wagt viel Neues, bleibt dabei aber sowohl seinem umfangreichen Universum als auch dem von Schöpfer Gene Roddenberry implementierten humanistischen Weltbild treu. Dass die Fortsetzung obendrein ein optisches Phaserfeuerwerk auf Kino-Niveau ist, vergisst man in Anbetracht der auf vielen Ebenen packenden Handlung beinahe. Eine zweite Staffel ist bereits bestellt; das Spiel ist also noch lange nicht vorbei.

‘Star Trek: Picard’ ist ab dem 24.1.2020 auf Amazon Prime Video zu sehen.

Amazon Prime Video

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