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Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost On (+ Verlosung)

Action, Arcade, Bandai Namco

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Foto: Bandai Namco Entertainment

Seit über 40 Jahren begeistert die “Gundam”-Serie mit all ihren Ablegern, wie Anime Serien, Manga, Modellbausätzen und Videospielen, Fans weltweit. Vor allem hierzulande ist der Nachschub abseits der Anime-Serien, sehr knapp bemessen. Die Gunpla-Modelle sind teilweise schwer zu bekommen, vor allem die limitierten P-Bandai-Bausätze muss man oft zu horrenden Preisen importieren, aber auch im Bereich der Videospiele ist die Auswahl überschaubar. Der mobile Titel Gunpla Warfare ist nur für Android erhältlich und die Spiele, die es etwas außerhalb der Nische geschafft haben, waren die Dynasty-Warrior-Titel mit Gundam-Hintergrund. Währenddessen wurde aber fleißig an Arcade-Titeln gearbeitet, die als „Mobile Suit Gundam Extreme VS.“-Reihe in den Spielhallen und später auch für PlayStation 4 erschienen sind. Der letzte Titel war das titelprägende “Mobile Suit Gundam Extreme VS”.

Anfang 2020 wurde der nun erhältliche Teil „Mobile Suit Gundam Extreme vs. Maxiboost On“ angekündigt und ist jetzt seit ein paar Wochen für PlayStation 4 erhältlich. Wir haben uns in das heimische Cockpit gesetzt und die Missionen und Online-Gefechte des Arcade-Titels getestet.

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Maximaler Umfang

Zu Beginn von Mobile Suit Gundam Extreme vs. Maxiboost On wird man förmlich vom Umfang des Spiels erschlagen, denn der Inhalt ist das Ergebnis aus den letzten acht Jahren Entwicklung der Extreme-Reihe.

Mit über 180 auszuwählenden Mobile Suits aus den bekanntesten und aktuellen Serien und Filmen wie MSG 0079, Gundam 00, Gundam Wing, Gundam Seed, Gundam Iron Blooded Orphans, Gundam Builders oder auch kleineren Titeln wie der beliebten Manga Serie Mobile Suit Crossbone Gundam. Jeder Mobile Suit hat seine eigenen Fähigkeiten, sowie Waffenarsenal bestehend aus Nahkampf und Fernkampfwaffe. Die Ausrüstung ist den Original-Suits aus Manga und Anime nachempfunden, sodass vom Team Saber und Riffe hinzu Raketen und speziellen Transformationen zu Flugeinheiten alles vertreten ist.

Jeder der Suits hat seinen eigenen aus der Serie bekannten Piloten. Für diese lassen sich zusätzliche Kostüme freischalten. Ebenso gibt es rund 75 Navis, die den Piloten begleiten und Tipps geben. Diese weiblichen Charaktere kennt man ebenfalls aus den Gundam-Universen. Wer die Interface-Elemente seines Bildschirms anpassen möchte, kann dafür aus mehr als 200 verschiedenen Designs auswählen. Dadurch wird zwar nicht das Gameplay verändert, jedoch kann man so die Spielerfahrung noch mehr auf sich anpassen. Das Ganze wird durch viele Original-Soundtracks und Stimmen der Sprecher der Piloten und Navis abgerundet. Zusätzlich lassen sich noch digitale Gunpla-Modelle in den für die Konsolenfassung hinzugefügten Maxi-Boost-Missionen freispielen. So genial der Umfang auch ist, an mancher Stelle hätte man sich gewünscht, noch mehr Anreize zu haben das Spiel durchzuspielen, abgesehen von neuen Kostümen für die Piloten und neuen Gunpla-Modellen.

Maximale Lernkurve

Als erster Einstieg und Anreiz dienen die Maxi-Boost-Missionen, die einem mit der Steuerung der Suits vertraut machen und die Grundlagen des Spiel in kurzen Textboxen erklären. Innerhalb dieser Missionen kann man jeden Suit wählen, den man möchte und mit ihm ins Gefecht ziehen. Dabei bestehen die Missionen darin, verschiedener Gegentypen zu zerstören und die Mission bestmöglich abzuschließen, um so einen hohen Rang zu erhalten. Je höher der Abschlussrang, desto höher die Anzahl der Erfahrungspunkte (GP) und die Chance einen Data Slot zu erhalten. Letztere sind dafür da, damit neue Fähigkeiten und Boni, wie höher auszuteilender Schaden, mehr Leben oder ähnliches mit einem Suit gekoppelt werden können. Je nach Stärke der Fähigkeit benötigt diese eine höhere Anzahl an Data Slots. Je Mobile Suit kann man sich drei unterschiedliche Sets an Fähigkeiten zusammenstellen, die man vor einer Mission wechseln und anpassen kann. Die daraus resultierenden Kombinationen scheinen unendlich, und laden definitiv zum Tüfteln und Ausprobieren ein. Was ist effektiver – mehrere kleine Boni oder doch die sehr starke Fähigkeit, die alle vorhandenen Spots benötigt?

Insgesamt überzeugt “Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxi Boot On” mit seinem “Easy to learn, hard to master”-Gameplay, denn der Einstieg und die ersten Siege gelingen schnell und motivieren. Die Lernkurve ist super und man tastet sich von Attacke zu Attacke und Mission und Mission. Verlässt man jedoch den Singleplayer-Modus , begibt man sich in die Multiplayer-Gefechte, den sogenannten Branch Battles und gleichzeitig dem Herzstück des Spiels. Die Basis des Gameplays sind “2 vs 2”-Gefechte, das heißt es treten insgesamt vier Gundas aufgeteilt in zwei Teams gegeneinander an. Die Branch Battles bieten hierzu auch einen Solo-Modus an, bei dem man dann zusammen mit einem Computerpartner gegen die anderen virtuellen Gegner antritt. Perfekt, um sich an das schnelle Geschehen der Kämpfe zu gewöhnen und auch weitere Mechaniken zu verinnerlichen. Noch mehr Spaß macht das ganze im Splitscreen-Modus, in dem man zusammen auf der Couch die anderen Suits zu Schrott verhaut. Dementsprechend geht man mit geschwollener Brust in die Online-Kämpfe und erlebt erst einmal sein blaues Wunder.

Maximale Attacken

Die Online-Gefechte haben sich für uns erst einmal als ordentliche Herausforderung offenbart, denn sobald man nicht die Kniffe der Spielmechanik kennt und gelernt hat, sieht man hier seine Lebenspunkte schneller schmelzen als Eis in der Sonne. An dieser Stelle hätte man sich ein umfassendes Tutorial gewünscht vor allem für Nicht-Serienveteranen, die die Mechanik in- und auswendig kennen. Das kann durchaus für Frustmomente sorgen.

Um das Blatt auf lange Sicht zu wenden, muss man sich tiefer mit dem Kampf- und Bewegungssystem auseinandersetzen. Obwohl sich die Attacken und Fertigkeiten jedes Gundam unterscheiden, sind die Grundlagen die selben, man kann normal schießen, einen Spezialschuss, sowie aufgeladene Schüsse abfeuern. Außerdem gibt es eine normale und eine spezielle Nahkampfattacke. Um sich fortzubewegen, kann man springen und boosten – die namengebende Spielmechanik. Mit diesem Boost kann man sich schnell in eine Richtung bewegen und so schnell an den Gegner herankommen oder Attacken ausweichen. Fast noch wichtiger sind die “Cancels”, wodurch bestimmte Bewegungsmuster oder Attacken abgebrochen werden können und in einen Boost übergehen. Diese Cancels sind für jede Einheit individuell, was für weitere Varianz aber auch Herausforderung sorgt. Als Tipp zu Beginn  am besten auf ein bis drei Mobile Suits konzentrieren und eine Taktik verinnerlichen. Denn jede Einheit hat unterschiedliche Kosten (1.500, 2.000, 3.000), die sich in Lebenspunkten, Mobilität und Schaden widerspiegeln. Je nach Typ und Partnereinheit verändert sich so die Lebenspunkte, durch die Overcost-Mechanik, so steckt zum Beispiel eine 3-000er Einheit in Kombination mit einer 2.000er Einheit weniger ein.

Mit dem richtigen Timing lassen sich so Combos erzeugen, jedoch muss man dabei immer seinen Boostbalken und die anderen Ressourcen wie Raketen im Auge behalten, denn jede Boostbewegung, auch eine schnelles Ausweichen, verbraucht die wertvolle Energie. Dadurch bleiben die Kämpfe aber fair und man bekommt trotz möglichen eigenem Fehler immer wieder die Chance für einen Gegenschlag. Um den richtig auszuführen, sollte man seinen Gegner immer anvisieren, durch verschiedene Farben des Fadenkreuzes bekommt man so den Hinweis, ob der Gegner in Reichweite ist oder gerade blockt. Man selbst kann auch blocken und so Angriffe von vorne abwehren, jedoch kostet das auch wieder Boost-Energie. Die Mechanik wird durch das Burst-System abgerundet, hier kann man zwischen drei Arten wählen, dem Shooting Burst (für bessere Fernkampfattacken), Extend Burst (gibt einem vor einer möglichen Niederlage nochmal einen Energieschub) oder dem Fighting Burst (für bessere Nahkampf Attacken).

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kommunikation mit dem Mitspieler, hierzu gibt es ein einfaches Kommunikationstool, das sich je nach Phase des Gefechts verändert: So kann man sich zu Beginn kurz begrüßen und mit dem Steuerkreuz einfache Befehle zur Taktik geben. Nach einer Niederlage oder Fehlern kann man sich nach einem Match auch beim Mitspieler entschuldigen. Ein Voice-Chat wäre hier hilfreich gewesen.

Maximaler Purismus

So opulent der Umfang des Spiels mit all seinen Inhalten wie Gundams, Piloten, Sammelfiguren, etc. sein mag und so tiefgreifend das Gameplay ist, so merkt man dem Titel sein Alter an. Das Spiel stammt aus der PlayStation 3-Ära und wirkt an mancher Stelle sehr puristisch und kantig. Da fehlen an vielen Stellen Details und die Areale wirken grafisch sehr limitiert. Hinzu kommt der Verzicht auf eine Kampagne oder zumindest Zwischensequenzen im Anime-Stil, dass das funktionieren könnte zeigen die Navis und Figuren in den Menüs. Das ist extrem schade, vor allem wieder für Neulinge des Genres. Der Fokus liegt absolut auf dem Wesentlichen – den Mobile Suits und deren Möglichkeiten, sowie dem Kampf- beziehungsweise Spielsystem.

Fazit: Maximaler (Kenner-) Fanservice

Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxi Bosst On bietet, trotz der Kritikpunkte, absoluten Fanservice aufgrund des enormen Inhalts, der Anpassungsmöglichkeiten und original Lizenzen und Stimmen. Um das alles vollumfänglich genießen zu können, benötigt man sicherlich einiges an Grundwissen und sollte die Anime- und Mangaserien zu einem gewissen Grad kennen. Aber selbst ohne Fachwissen, kann dieser umfangreiche Arcade-Titel für eine Menge Spaß und auch Frustmomente sorgen – ähnlich den Soulslike-Spielen, bei denen die Freude nach einem gelungen Sieg umso größer ist.

Wer also in dieses faszinierende Universum eintauchen möchte, auf überladene japanische Spielhallen-Action steht und sich von der angestaubten Präsentation nicht abschrecken lässt, bekommt hier ein ordentliches Paket. Für Gundam-Fans sowieso Pflicht.

Maximale Verlosung

In Zusammenarbeit mit Bandai Namco Entertainment verlosen wir jeweils drei Mal die digitale Version von Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxi Boot On und je drei Mal ein Gunpla-Modell des Großvaters der Reihe – “RX-78-2 Builders Experience Ver.”, die in dieser Form nicht mehr im Handel verfügbar ist und ausschließlich in den Gundam Bases weltweit erhältlich war. Wer also in die Tiefen des Gundam-Universum und Hobbys einsteigen möchte, egal ob mit Arcade-Hit oder Gunpla-Model, füllt einfach das folgende Formular aus und gibt als Lösungswort Mobiler Spaßanzug an.

Dein Name (Pflichtfeld)

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Straße und Hausnummer (Pflichtfeld)

PLZ (Pflichtfeld)

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Deine Lösung (Pflichtfeld)

Einsendeschluss ist der 29. September 2020. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Bandai Namco Entertainment
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