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Rise Against WOLVES

Rock, Virgin (11 Songs / VÖ: 09.06.)

4/ 7
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Bis zum Jahr 2011 und ENDGAME waren RISE AGAINST Garant für den perfekten Mix aus Punk, Chuzpe und gnadenlos scharfen, gewitzten und gleichermaßen eingängigen Hooklines. Dies führte die Band aus Chicago weltweit in die obersten Chart-Regionen, aber wohl leider auch zu dem Schluss, dass man einen Gang rausnehmen könnte, um den Mainstream komplett zu befriedigen.

Das letzte Album THE BLACK MARKET (2014) war schon langweilig (und wohl bemerkt überaus erfolgreich). WOLVES verfolgt die Fährte seines Vorgängers sehr genau und glänzt mit perfekt produzierten, arrangierten und konzipierten Rock-Nummern für Menschen, die es als Revolution ansehen, wenn sie den Tab in der Spülmaschine auf den Kopf legen. Mütterchen, Mütterchen, ich hör dich rocken. Wie viele Mitgrölchöre kann man eigentlich aneinanderreihen, ohne dass es einem als Musiker langweilig wird?

Das ist kompositorisch oberstes Niveau, energetisch leider Mittelmaß. Es gibt aber auch ein paar Hoffnungsschimmer: ‘Hetson’, ‘House On Fire’, ‘The Violence’ und vor allem der abschließende Titel-Song lassen hoffen, dass Rise Against noch nicht vergessen haben, wo die feine Trennlinie zwischen Punk und Pop, Krach und Kommerz verläuft. Mir bietet WOLVES aber definitiv zu viel Schafspelz.

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