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Mastodon veröffentlichen ersten Song ohne Brent Hinds

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Im März 2025 trennten sich die Wege von Mastodon und ihrem Mitbegründer sowie Lead-Gitarristen Brent Hinds. Am 21. August 2025 die Schocknachricht: Der 51-Jährige Hinds kollidierte am Vorabend mit einer SUV-Fahrerin, als er mit seinem Motorrad unterwegs war. Er verstarb noch am Unfallort. Obendrein verlor Schlagzeuger und Co-Sänger Brann Dailor vergangenes Jahr seine Mutter.

Geister

Diese Geschehnisse verarbeiten Mastodon ihrer aktuellen Single ‘Your Ghost Again’. Laut Dailor handelt die Nummer „davon, wenn man jemanden verliert, der einem nahesteht und mit dem man den größten Teil seines Lebens – oder sein ganzes Leben – verbracht hat.“ Vor allem in der Anfangszeit nach solch einem Verlust spielt einem der Verstand gerne mal Streiche. „Ich habe einfach darüber gesungen, was ich sah, und ich sah Geister“, gibt er schließlich zu Protokoll.

„Es sind diese Momente, in denen man an den vertrauten Orten ist, an denen man immer mit dieser Person war. Nachdem sie nicht mehr da ist, sieht man sie aus dem Augenwinkel. Und es macht einen traurig, weil sie nicht da ist“, erklärt der Drummer weiter. „Als wir im Studio waren und aufnahmen, sah ich immer wieder Brent aus dem Augenwinkel. Ich sah ihn zu meiner Rechten, wie er die Gitarre hielt, denn dort stand er normalerweise immer. Mit meiner Mutter ist es genauso: Ich sehe sie immer wieder.“ 

Persönlicher Scheiß

Bassist und Sänger Troy Sanders fügt hinzu: „Mein Part des Songs dreht sich – textlich gesehen – voll und ganz um Brent und ist für ihn geschrieben.“ Zwar lasse sich die Zeit nicht zurückdrehen, „doch all die Schönheit, die er mitgebracht hat, ist geblieben – und wird immer bleiben. Es ist schlichtweg ein Ausdruck der Dankbarkeit, denn es ist uns wichtig, Brent in diesen Song einzubeziehen.“

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Gitarrist Bill Kelliher kommentiert: „Wir wollten einen Song auswählen, der typisch nach Mastodon klingt und all die Elemente enthält, die uns ausmachen. Es ist der erste Eindruck dessen, was die Leute zu hören bekommen werden. Er handelt von Dingen, die sich erst kürzlich ereignet haben, und vom Tod von Menschen. Ich könnte ins Detail gehen, möchte das aber nicht tun, da vieles von diesem Scheiß sehr persönlich ist.“

Erst kürzlich gab Brann Dailor im Gespräch bei Blabbermouth an, dass das neue Album fertig ist. Jedoch sei dessen Enstehung wirklich hart gewesen. Auch sei keinerlei Beitrag von Hinds enthalten, da es „gegen Ende leider schwer war, ihn dazu zu bewegen, dass er in den Proberaum kommt.“ An seiner statt steht jetzt Nick Johnston an der Lead-Gitarre. Ein genaues Veröffentlichungsdatum der neuen Platte ist noch nicht bekannt.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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