Aus Castrop-Rauxel kommt keine normale Musik – das untermauert der zweite Long-player des Eskimo Callboy-Ablegers. Dass Gitarrist und Produzent Daniel „Danskimo“ Haniß auch hier seine Finger im Spiel hat, hört man freilich an der allgemeinen Machart und an Melodienlinien wie in den Refrains von ‘Fear No Slice’, ‘City Of Gold’ und ‘Pizza Homicide’. Darüber hinaus verströmt ‘Pandastruck’ im Rap-Part zunächst Limp Bizkit-Flair, mutiert dann allerdings zum typischen Metalcore-Brecher moderner Spielart inklusive maximal eingängigem Kehrvers und Keyboard-Sprengseln. Ein ähnliches Rezept (statt Rap gerne Scream-Gesang) liegt im Grunde allen Tracks zugrunde — zum Beispiel ‘T-Rex(plosion)’, welches Ankor-Frontfrau Jessie Williams veredelt. Insgesamt muten die Tracks allesamt etwas generisch an, wenngleich nette Ideen eingearbeitet sind. Die zum Teil arg pappigen Hooks und knallbunten Synthie- und Beat-Elemente bereichern auf der einen Seite sicher das Klangbild, werden jedoch auf der anderen Seite durch womöglich nicht einmal unabsichtlich geweckte Babymetal-Assoziationen sicher einige potenzielle Hörer abschrecken.
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