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Tomb Mold PLANETARY CLAIRVOYANCE

Death Metal, 20 Buck Spin/Soulfood (7 Songs / VÖ: 19.7.)

3/ 7
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Videospieler wissen: ­Rotieren in der Konsole DARK SOULS, BLOODBORNE oder SEKIRO: SHADOWS DIE TWICE, können schon mal Joypads gen Fern­seher fliegen. Als Fans der Titel des Entwicklungsstudios From Software gestalten Tomb Mold ihren Hörern den Zugang zu ihrer Musik ähnlich schwer. Nicht, weil die Todesmetaller unglaub­lich komplex oder verkopft ans Werk gehen würden, im Gegenteil: Tomb Mold beherrschen zwar ihre Instru­mente, hobeln aber im Sinn der konventionellen, nicht allzu frickeligen Achtziger-/Neunziger-Schule. Vielmehr, weil die 2015 in Toronto formierten, unter anderem von Convulse, Demigod oder Abhorrence beeinflussten Kanadier nach dem „Kennst du einen, kennst du alle“-Prinzip komponieren.

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Rabiates, schroffes Geprügel, atmosphärische, beinahe ritualartige Zwischenspiele, bedrohliche Kriechattacken (‘Beg For Life’), Aufs-Maul-Ansagen mit Sludge-Einsprengseln (‘Planetary Clairvoyance’) oder kleinen Soloruhepausen (‘Infinite Resurrection’) – Tomb Mold zeigen auf ihrem dritten Album in drei Jahren (wieder) gute Ansätze, ohne wirklich nachhaltig zu begeistern. Einzige Ausnahme: das dynamische, aber leider mit sechseinhalb Minuten zu lang geratene ‘Accelerate Phenomenae’. Max Klebanoffs recht eintöniges Grunzen und eine leicht matschige Produktion tun ihr Übriges, dass man der Band raten möchte, sich für die Arbeit an Schlachtplatte vier bitte ein wenig mehr Zeit einzuräumen.

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