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Sarke VIIGE URH

Black Metal, Indie/Soulfood (8 Songs / VÖ: 13.10.)

4/ 7
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Man merkt, dass bei den anderen Bands der prominent besetzten Sarke um Darkthrones Frontkrächzer Nocturno Culto wenig los ist (wenngleich nicht Nocturno, sondern Kholds Thomas „Sarke“ Berglie natürlich weiterhin die kreativ Keule schwingt): VIIGE URH folgt nur ein gutes Jahr nach dem stimmungsvollen, aber auch eher unspektakulär runtergezockten Konzeptalbum BOGEFOD eine neue Übung zum Thema „Was lässt sich aus dem Erbe von Darkthrone, Satyricon & Co. noch an Substanz herausquetschen?“.

VIIGE URH (soll angeblich „vergangene Zeit“ bedeuten, in welcher Sprache auch immer) macht mit dem Konzept von BOGEFOD weiter – Details erspare ich euch, aber die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit schlägt natürlich auch musikalisch durch. Vieles davon ist vorhersehbarer, wenn auch flotter als zuletzt anbrandender Midtempo-Black Metal der zeitlosen Kategorie. Aber es gibt auch willkommene Blicke über den Kellerrand, etwa den lässig-positiven Retro-Metal-Vibe des Titel-Songs inklusive eines ganz manierlichen Gitarrensolos oder die feine Folk-Melodie, die einen in ‘Age Of Sail’ anspringt, bevor alles wie ein schwarzer Pink Floyd-Traum endet.

Grundsätzlich wirken die neuen Songs ausladender, größer gedacht, mit mehr Überraschungen. Nicht alles dabei gelingt, vor allem über die Gitarrenarbeit kann man teilweise streiten, aber die drohende Lethargie aus immer wiederkehrenden Referenzen auf Second Wave-Gemeinplätze ist abgewandt. Und eines bleibt: Nocturno Culto wird bei Sarke zwar nicht zum Heldentenor, aber neben der immer so qualvoll bemühten Spontaneität von Darkthrones aktuellem Rüpel-Sound macht diese Band einfach mehr, weil unkomplizierten Spaß.

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