Zu Beginn von EI8HT fragt man sich, ob Shinedown mittlerweile in Queen-Dimensionen angekommen sind. Mit den Modern Metal-Anfängen der Band hat das achte Werk nicht mehr viel zu tun, stattdessen erlaubt sich das Quartett stilistische Ausflüge – aber stets mit Gitarrenfundament. EI8HT ist Rock in all seinen Facetten: bombastischer Stadion-Rock, energische Ausbrüche, epische Melodiebögen, abwechslungsreiche Arrangements und leise Momente. Letztere behalten auf dieser Scheibe die Oberhand und lassen mich etwas indifferent zurück. ‘Three Six Five’, ‘Dizzy’, ‘Imposter’ und ‘Wide Open’ sind zahnlose, nette Häppchen. ‘Outlaw’ hingegen entwickelt Dramatik in der Five Finger Death Punch-Liga. Auch ‘Searchlight’ und ‘Back To The Living’ überzeugen mit ihrer Rock-Balladen-Struktur mehr als die alternativ akzentuierten Lieder. Wenn es bei Shinedown kracht, bin ich seit dem Debüt LEAVE A WHISPER (2003) sowieso Feuer und Flamme. Das Gefühl für den richtig großen Knall haben sie drauf, aber ihnen verrutscht aktuell etwas die Mischung. Gutes Album mit großen Momenten, aber kein absolutes Highlight.
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