Silver Bullet SHADOWFALL

Melodic Metal, Reaper/Warner (10 Songs / VÖ: 20.1.)

3.5/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von

Dass sich die finnischen Silver Bullet (keine Relation zu Bob Seger) an solch einem karrieredefinierenden Punkt im Hinblick auf den Gesang neu orientieren mussten, ist bestimmt keine leichte Angelegenheit gewesen. Immerhin schlug das letzte Album MOONCULT dank dem Kracher ‘Forever Lost’ ganz schön in der Szene ein. Ihr neuer Sänger Bruno Proveschi pustet jetzt eine ganz andere Klangfarbe ins Mikrofon. Statt dem eher kernigen Gesang seines Vorgängers zielt er nämlich auf die hohen Töne des Klangspektrums – und die trifft er wie ein Meisterschütze. Dennoch fehlt SHADOWFALL stellenweise der Charakter der ersten beiden Alben. Außerdem sind Silver Bullet mit dem neuen Dreher zum ersten Mal konzeptlos. Statt den schaurigen Schottland-Storys oder der Horror-Show auf SCREAMWORKS machen sie inzwischen unzusammenhängende Songs.

🛒  SHADOWFALL bei Amazon

Und das ist auch völlig in Ordnung, man braucht ja nicht immer einen Aufhänger, um gute Musik zu spielen. Allerdings: Wo in den Vorgängern noch Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen und vor allem viel Atmosphäre waren, wird man auf SHADOWFALL das Gefühl nicht los, ständig denselben Song zu hören. Zwar sind mit der epischen Melodic Metal-Hymne ‘The Thirteen Nails’ oder dem schneller gespielten, in düsteren Power Metal abdriftenden ‘Soul Reaver’ ein paar Hit-verdächtige Nummern auf der Scheibe, doch nach dem Hören ist man etwas unbeeindruckt. Gleichwohl ist die Platte allein dank der zwei herausstechenden Songs und Henri Askainens durchweg starken Gitarrensoli hörenswert.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
twittern
mailen
teilen
Guns N‘ Roses verklagen gleichnamigen Waffenladen

Was ist aktuell los bei Guns N‘ Roses? Vergangene Woche erst wurde die Band von einer Zuschauerin ihrer Show in Adelaide, Australien, für ihre „schweren Gesichtsverletzungen“ verantwortlich gemacht, nachdem Sänger Axl Rose sein Mikrofon in die Menge geworfen und sie dabei getroffen haben soll. Nun ziehen die US-amerikanischen Hard-Rocker in einen Rechtsstreit mit einem Online-Waffenhandel, der den Namen ihrer Band trägt. Laut dem City News-Service zumindest haben Rose und Co. eine Klage gegen die Website „Texas Guns And Roses“ eingereicht, weil der Laden „die Marken der Beklagten ausgewählt und übernommen hat, um die Verbraucher in dem Glauben zu lassen, er…
Weiterlesen
Zur Startseite