Toggle menu

Metal Hammer

Search

Silver WOLF CHASING WOLF Review

teilen
mailen
teilen
von

Als Silver 2004 im Vorprogramm ihrer norwegischen Landsmänner von Turbonegro die Bühne enterten, kam dies der energetischen Entladung einer Glam Punk-Zeitmaschine gleich.

Doch die Reinkarnationsphase der Band als bunter Hundehaufen mit aus der Gosse gezogenen Heroen-Vorbildern von Hanoi Rocks über Social Distortion bis zu den Dogs D’Amour sollte nicht lange anhalten: Bereits das zweite Album WORLD AGAINST WORLD war musikalisch wie optisch weitaus düsterer und härter.

Weitere Besetzungswechsel später (der ehemalige Amulet-Drummer Jonas Thire trommelt jetzt, während Oyvind Kaasa die dritte Gitarre bedient) hauen Silver mit WOLF CHASING WOLF nun noch noisiger auf die Kacke. Bei diesem Bastard aus Punk, Neunziger-Hardcore und Industrial-Samples bleibt kein Auge trocken. Kompromisslos gehen Silver den Weg des größten Hörwiderstands und verhöhnen längst verwässerte Punk-Ideologien mit einem massiven Mittelfinger.

Hier und da scheinen wie in ‘Where Vultures Gather’ alte Wegbereiter wie die Dead Boys durch oder werden wie auf ‘Any Road’ Social Distortion und The Damned bedacht, aber insgesamt gelingt Silver der Kunstgriff, dem recht ausgelutschten Punk mit einer gehörigen Priese Angepisstheit ganz neue, explosive Impulse zu verleihen.

Und auch wenn man damit kommerziell vielleicht nichts verdient, verdient das vor allem eines: Respekt.

Frank Thiessies

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Februar-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

LM. C GIMMICAL *IMPACT!! Review

Anti :: Flag THE BRIGHT LIGHTS OF AMERICA Review

Down I Go TYRANT Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Michael Monroe möchte trotz Trump-Politik in den USA spielen

Michael Monroe lässt sich von Donald Trump und der schwierigen Lage in den USA nicht davon abhalten, dort Konzerte zu spielen.

Michael Monroe: Passionierter Sternengreifer

Michael Monroes elftes Album OUTERSTELLAR erweist sich als abermals schicker Schminkschmelztiegel von Sleaze- bis Classic Rock.

65 Jahre Vince Neil: Ein Leben zwischen Exzess und Ikonografie

Vince Neil (Mötley Crüe) steht für puren Rock’n’Roll mit allem, was (leider) dazugehört. Ein Rückblick anlässlich seines 65. Geburtstags.

teilen
mailen
teilen
Michael Monroe: Passionierter Sternengreifer

Das komplette Interview mit Michael Monroe findet ihr in der METAL HAMMER-Märzausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! METAL HAMMER: Michael, dein neues Album OUTERSTELLAR ist ­innerhalb von vier Jahren in verschiedenen ­Sessions entstanden. Kannst du uns ­diesen Prozess etwas näher aufschlüsseln? Michael Monroe: Wir hatten diesmal gar keinen bestimmten Produktionsplan für eine neue Platte. Vielmehr haben wir, da alle in der Band Songs schreiben, über einen Zeitraum immer wieder an Sachen gearbeitet und kamen letzten Endes auf 45 oder 50 Songs. Einer der ältesten Songs, ‘Pushin’…
Weiterlesen
Zur Startseite