Gute Nachrichten für Fans der US-Rocker Sleeping With Sirens: Das 2025 ins Leben gerufene Soloprojekt von Ausnahmesänger Kellin Quinn lenkt diesen glücklicherweise nicht davon ab, auf dem achten Werk seiner 2009 gegründeten Hauptgruppe abermals eine herausragende Leistung abzurufen. Seine hohe, an Claudio Sanchez (Coheed And Cambria) erinnernde Stimme steht nach wie vor im Zentrum des Alternative Metal-/Post Hardcore-Geschehens und zeigt in Emo-Höhepunkten wie dem Titel-Track, dem schönen ‘Forever/Always’ oder ‘Paralyzed’ zugleich Anschmiegsamkeit wie harsches Potenzial. Dezent eingesetzte Experimente wie „Na-na-na“-Gesang, Rap-Anklänge (‘Left In Repeat’) oder Hall (‘House Of Matches’) bereichern das Klangbild, während die Gitarren nicht zuletzt in härteren Songs wie dem rasanten ‘PTSD’ oder ‘Storm Clouds’ ordentlich aufmucken und das Geschehen vorantreiben. Die meisten Stücke der Dreiviertelstunde klingen eingängig und gehen sofort ins Ohr (man höre den Refrain von ‘Need You Here’); nur wenige Passagen (darunter Teile von ‘Looking Back At Me’) muten zurückhaltender an. Für traditionelle Metalheads mag AN ENDING IN ITSELF zu einlullend ausfallen, Fans mit einem Herz für emotionale Musik mit einer starken Stimme sowie dem ein oder anderen Breakdown sollten Sleeping With Sirens aber dringend auf dem Schirm haben.
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***
