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Sólstafir HIN HELGA KVÖL

Post Metal, Century Media/Sony (9 Songs / VÖ: 8.11.)

5.5/ 7
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Für die kauzigen Isländer kann man im Grunde zu jeder Platte zwei Binsen­weisheiten aus­packen: Keine andere Band klingt so wie Sólstafir. Und: Aðalbjörn Tryggvason und Co. können kein schlechtes Album abliefern. Dies beweist das Quartett erneut mit seinem achten Studiowerk. Wo der Vor­gänger ENDLESS TWILIGHT OF CODEPENDENT LOVE aus 2020 in manchen Momenten vielleicht etwas sperrig daherkam, findet sich auf HIN HELGA KVÖL Liedgut, wie man es sich von der Band wünscht, was der melancholisch-drückende Opener ‘Hún andar’ unmit­telbar verdeutlicht. Der Titel-Track und ‘Nú mun ljósið deyja’ sind verschrobene Black Metal-Gewitter, während sich ‘Blakkrakki’ als famos-süffiger Indie Rock mit reichlich Twang entpuppt. ‘Sálumessa’ schleppt sich in seinen sieben Minuten entspannt-groovend dahin, und ‘Vor ás’ nimmt mittendrin herrlich Fahrt auf.

Classic Rock-Vibes en masse versprüht ‘Freygátan’, und als krönenden Abschluss setzt es mit ‘Kuml (forspil, sálmur, kveðja)’ eine Art Dark Soul inklusive Saxofon. HIN HELGA KVÖL heißt übrigens so viel wie „Das heilige Leiden“ – laut Tryggvason dreht sich der Longplayer um diesen Kampf, dem sich jeder Mensch stellen muss. Mit diesem Soundtrack ist jenes Leid sicher leichter zu ertragen.

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