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Sonic Syndicate WE RULE THE NIGHT Review

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Was wird über diese Band nicht alles geschrieben: Wer auch nur einen halben Tag in den einschlägigen Metal-Foren surft, findet mindestens ein Dutzend Einträge zu Sonic Syndicate. Die Vorwürfe reichen von „Casting-Band“ bis hin zu Rip-Off-Anschuldigungen und Schlimmerem. Doch nur wenige, die sich zu diesen Zeilen hinreißen lassen, haben sich überhaupt mit der Musik der Schweden beschäftigt.

Denn lassen wir mal alles außen vor, zum Beispiel solche Nebensächlichkeiten wie die aktuelle Frisur der Bassistin Karin Axelsson, so bleibt vor allem festzuhalten: Sonic Syndicate haben sich auf ihrem aktuellen Album deutlich gesteigert. WE RULE THE NIGHT lehnt sich zwar in einigen Songs noch an die großen Vorbildern In Flames an, doch insgesamt hat die Truppe aus Falkenberg an Eigenständigkeit gewonnen. Dass ‘Turn It Up’ mit seinem tanzbaren Beat den Metal-Puristen mal wieder die Zornesröte ins Gesicht treiben wird, ist klar – nichtsdestotrotz funktioniert die Mixtur: Der Song ist ein Ohrwurm und wird live für Haarrotor-Action sorgen.

Auch in ruhigen Momenten geht das Konzept von Sonic Syndicate auf: In ‘My Own Life’ und in ‘Miles Apart’ (Ville Valo grüßt…) gehen die Sechs zwar sehr getragen (ja: poppig) zu Werke, aber am Gesang von Nathan J. Biggs und der Untermalung durch die anderen Band-Mitglieder ist nichts auszusetzen. Wer auf eine raue, kantige Produktion steht und lieber in L-Shirts gepresste XXL-Bierbäuche sehen möchte, wird WE RULE THE NIGHT zwar hassen – doch all diejenigen, die es metallisch, modern und dennoch eingängig lieben, können die Platte getrost in den Einkaufswagen legen.

Petra Schurer

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der September-Ausgabe des METAL HAMMER.


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