
Die Arbeitsmoral dieser Truppe sucht ihresgleichen: Vor gerade mal fünf Jahren legten die Norddeutschen Temple Of Dread ihr Debüt vor, und nun erscheint bereits Album Nummer fünf. Das Beste daran: Der Qualität tut das vorgelegte Tempo weiterhin keinerlei Abbruch. Stattdessen hat das Trio von der Insel Spiekeroog mittlerweile sogar Live-Luft geschnuppert und will offenkundig mehr. Musikalisch bleibt indes vieles beim Alten: Es regiert knurriger Old School-Death Metal in allen denkbaren Ausprägungen – von kompromissloser Attacke (‘Carnage Ritual’) über dräuend-wuchtige Nackenbrecher (‘Spawn Of Filth’) bis hin zu melodisch Verspieltem (‘Terminal Putrefaction’); den wohl krassesten Spagat zwischen schwerem Bollwerk und furiosem Wüten legt ‘Monstrosity Divine’ hin. Auch alte Bande bleiben bestehen: So kehrt Genre-Urgestein Marc Grewe in ‘Sacrificial Dawn’ ans Mikro zurück, während die lyrischen Ergüsse weiterhin von „Todespsychologe“ Frank „Doc“ Albers stammen (was Temple Of Dread ebenfalls mit der Grewe-Poulsen-Combo Asinhell verbindet).
🛒 GOD OF THE GODLESS bei AmazonIm Vergleich zum Vorgänger wurden die klanglichen Spielereien zurückgefahren und fallen nur noch an zwei Stellen auf: Im Titel-Track durchbricht eine orchestrierte Passage das apokalyptische Wüten und verleiht dem Stück eine feierliche Stimmung, während das Finale ‘Demise Of Olympus’ von ruhigeren Einflechtungen durchzogen wird. Unterhaltungsfaktor und Durchschlagskraft der 42 Minuten schmälert dies keineswegs – ganz im Gegenteil.
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