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The Pretty Reckless DEATH BY ROCK AND ROLL

Rock, Century Media/Sony (12 Songs / VÖ: 12.2.)

6/ 7
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Mit einem Artwork, das an eine morbide Variante des ‘American Beauty’-Motivs denken lässt, könnte man – rein oberflächlich betrachtet – die Zielgruppe der von der Actrice (‘Gossip Girl‘) zur Alternative-Rockerin mutierten Taylor Momsen leicht als marihuanarauchende Mittvierziger in der Midlife-Crisis identifizieren – und der Musikerin Momsen damit noch mehr Unrecht tun als zuvor. Nach dem Tod ihres langjährigen Wegbegleiters und Produzenten Kato Khandwala (dem auch der Titel-Track gewidmet ist) kommt das vierte und versatilste The Pretty Reckless-Album einer kreativen Glanzleistung gleich. Das musikalische Vokabular bis hin zu Sitarklängen und Mundharmonika erweitert und eine höchst authentische Mittneunzigerproduktion auffahrend, welche Cornell-gefärbten Karohemdenkrachern wie ‘Only Love Can Save Me Now’ und Gästen wie Soundgardens Kim Thayil und Matt Cameron oder Tom Morello gleichermaßen gerecht wird, hat man Momsen noch nie ausdrucksstärker und ihre Band experimentierfreudiger gehört.

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Wird der Albumauftakt noch mehr von Grunge und Black Sabbath bestimmt, stellt Momsen bereits mit dem famosen, zwischen Bond-Song und Barry Ryan changierenden ‘25’ die Frage, ob es nicht ein bisschen Bassey mehr sein darf. Und wenn es mit ‘Rock And Roll Heaven’ – das auch gut auf Aerosmiths GET A GRIP gepasst hätte – ans Classic Rock-Eingemachte geht oder man im finalen ‘Harley Darling’ vermeint, Bob Seger gegen den Wind reiten zu sehen, kann man nur hoffen, dass die 1993 Geborene ihre textlich aufgegriffenen Verweise auf den Klub 27 Ende Juli dieses Jahres endgültig überlebt hat.

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