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Traitor KNEE-DEEP IN THE DEAD

Thrash Metal , Violent Creek/Soulfood (11 Songs / VÖ: 27.4.)

5/ 7
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Von der Musik und dem Band-Logo über das Ed Repka-Artwork bis hin zu den Song-Titeln ist bei Traitor alles so oldschool wie die Schamhaarfrisur deiner Großmutter. Und das ist in diesem Fall von Vorteil, denn Ur-Thrash ist bekanntlich (wieder) angesagt. Mit der traditionellen Attitüde von Idolen wie – klar: ausschließlich frühen – Metallica, Exodus, Anthrax, Slayer, Kreator oder Sodom auf der einen und jugendlich-forschem Elan sowie einer zeitgemäßen Produktion auf der anderen Seite schreddern Traitor auf ihrem dritten Album, als gäbe es kein Morgen.

Dazu reichen die Schwaben in Anlehnung an legendäres Achtziger-Pop-Kulturfutter wie ‘Predator’, ‘Alien’, ‘Doom’ oder ‘Duke Nukem’ Groschenromangeschichten über verrückte Diktatoren, nukleare Katastrophen, lebendig Gehäutete, dämonisch Besessene und Artverwandtes. Das macht schon auf dem (in diesem Fall: Alt-)Papier Spaß, und in den Ohren erst recht.

Denn obwohl Traitor nicht nur dank später Geburt, sondern auch aufgrund fehlender Alleinstellungs­merkmale keine Pionieransprüche erheben, transportieren sie die Inbrunst für diesen Stil authentisch und haben zwischen ihren – im Vorgängervergleich nochmals rasanteren – Aggressionen zahlreiche (Gangshout- und Mosh-geschwängerte) Hooks in petto. Dass ‘Blitzkrieg Bop’ von den Ramones ganz oben auf der inoffiziellen „Songs, die man nie covern sollte“-Artenschutzliste prangt, steht auf einem anderen Blatt und dürfte insbesondere bei Konzerten ohnehin keinen Feierwütigen scheren.

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Paul Gilbert: George Washingtons Benimmregeln

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