Bands wie The Hu oder Nine Treasures haben gezeigt: Mongolische Tradition und Stromgitarren sind eine gute Kombination. Ob Uuhai langfristig mithalten können, wird die Zukunft zeigen. Auf dem Debütalbum HUMAN HERDS präsentieren die sieben Musiker (mit wirklich schwer auszusprechenden Namen) zehn vielversprechende Nummern. Eingeleitet wird die Platte mit einem atmosphärischen Intro, gefolgt vom Titellied ‘Human Herds’. Schnell wird klar: Die Nummer hat Schwung, und auch bei Uuhai funktionieren Kehlkopfgesang, Pferdekopfgeigen und Metal. Der Anteil dessen ist beachtlich und fügt sich gut mit den traditionellen Klängen zusammen. ‘Ancient Land’ kommt überaus schwungvoll angerauscht und klingt stellenweise, als würden Korpiklaani neuerdings mongolische Musik machen. Apropos: Auch wenn viele der Nummern englische Titel tragen – das gesamte Album ist in der Muttersprache der Gruppe eingesungen. Der Band-Name ist übrigens ein Schlachtruf der Mongolen, um sich vor einem Kampf Glück zu wünschen. Diesem wurde sogleich ein Song gewidmet, dessen Höhepunkte wirklich gelungene Soli von Gitarren und Pferdekopfgeige sind. ‘Khurai’ entführt direkt in die ursprüngliche Mongolei. Mit Klängen eines Rituals beginnend, verzaubert dieses ruhige, aber äußerst kraftvolle Lied. Man muss den Text nicht einmal verstehen, um zu fühlen, wie viel dem Septett diese Musik bedeutet. Auch die Schlussnummer ‘Secret History Of The Mongols’ macht dies deutlich und rundet das Debüt harmonisch ab.
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