Venoms stilprägender Einfluss auf Black Metal ist unbestritten. Doch spätestens mit dem Split des legendären Trios Cronos, Abaddon und Mantas kam der schnelle Abstieg in die relative Bedeutungslosigkeit. INTO OBLIVION ist bereits das 16. Album der Band, die heutzutage primär von Sänger und Bassist Cronos repräsentiert wird. Dennoch können seine derzeitigen Mitstreiter Rage und Danté teils auf fast 17 Jahre Band-Zugehörigkeit zurückblicken. Eine Rückkehr zur alten Glorie wird aber leider auch die neue Scheibe nicht einläuten, was nicht einmal an der Qualität der Songs liegt. ‘As Above, So Below’ ist beispielsweise ungewöhnlich komplex und sehr gelungen, und ‘Live Loud’ eine ziemliche Granate mit ordentlich Groove und Ohrwurmcharakter. Aber Venom hängen verständlicherweise auch zu einem guten Teil im Fanservice fest, werden dadurch repetitiv und vorhersehbar, klingen aber auch leider auch oft unspektakulär. Trotz des authentischen Achtziger-Vibes von Songs wie ‘Lay Down Your Soul’ oder ‘Metal Bloody Metal’ wirken einige Songs wie ein zu gewollter Aufguss einstiger Klassiker. Die Uhr lässt sicher leider nicht zurückdrehen, aber alte Venom-Legionen werden INTO OBLIVION dennoch abfeiern. Deutlich besser als ihr etwas halbgarer Vorgänger ist diese Scheibe allemal!
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