Wer Old School-Thrash bestellt, bekommt die volle Ladung Warsenal. Das kanadische Trio verarbeitet auch auf seinem dritten Album Einflüsse von frühen Whiplash, Razor, Megadeth (man höre nur das
Riff von ‘Onward To Our Death’) und Destruction (die spitzen Schreie erinnern an Schmier) zu einem schmackhaften Brei, der Erinnerungen an ungewaschene Kutten, billiges Dosenbier und Duft von Laterne ganz unten erinnert. Die neun Songs balancieren geschickt zwischen stumpf (Gesang) und technischen Kabinettstückchen (das bisweilen fast schon progressive Riffing), sodass gleichzeitig die niederen Instinkte und der Metal-Feinschmecker angesprochen werden. Dabei macht die 2012 gegründete Band keine Kompromisse, moderner Schnickschnack wie melodischer Gesang, Breakdowns oder Keyboard-Flächen hat in ihrem Universum keinen Platz. Freunde des gepflegten Moshpits steuern am besten die Songs ‘Mass Grave Mass’, ‘The Numbening’ oder das bereits erwähnte ‘Onward To Our Death’ an und drehen erst mal ein Solo-Pit-Runde durchs Wohnzimmer.
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