Neues Label, neues Glück! Viel zu lange galten While Heaven Wept als Geheimtipp. Mit VAST OCEANS LACHRYMOSE (2009) konnten die US-Doomer aber endgültig ins Sicht- und Hörfeld einer größeren Fan-Schar rücken. Mit Nuclear Blast im Rücken wollen es While Heaven Wept jetzt ein für alle Mal wissen, nach 21 Band-Jahren wohlgemerkt! Zwei Jahrzehnte ohne die geringste Spur von Altersmüdigkeit.
FEAR OF INFINITY klingt zwar erwachsen, aber zugleich frisch und spannend wie ein Debüt. Die Mischung aus Pain Of Salvation trifft Opeth trifft Black Sabbath erzeugt ein breites Spannungsfeld, in dem sich die sechs Musiker austoben. FEAR OF INFINITY ist ein ruhiges Album: schwelgend, doomig und progressiv. Von ziellosem Gedudel ist die Band jedoch weit entfernt, die Melodien haben in ihrer Eingängigkeit und Unbeschwertheit zum Teil folkige Auswüchse (‘Destroyer Of Solace’). While Heaven Wept schaffen zugleich Atmosphäre und fesselnde, starke Songs. Die kurzen Metal-Eruptionen sind auf den Punkt getimt und knallen daher umso mehr. Ein klarer Höhepunkt auf FEAR OF INFINITY ist ‘Saturn And Sacrifice’ mit seinem beeindruckenden Gesang, fesselnder Melodie, (verhältnismäßig) hartem Zwischenteil und progressivem, aber nicht verschrobenem Finale. Selbst das abschließende, elfminütige ‘Finality’ kann da keinen mehr drauf setzen.
Die Spielzeit von unter 40 Minuten liest sich zwar wenig, doch keine Sekunde klingt langweilig oder überflüssig, FEAR OF INFINITY bleibt von vorne bis hinten wunderbar intensiv. Und das ist eindeutig mehr wert, als die CD irgendwie voll zu kriegen.
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