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Richie Kotzen wäre beinahe Nine Inch Nails beigetreten

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Am 4. April ist das neue Smith/Kotzen-Album BLACK LIGHT/WHITE NOISE erschienen. Um darüber zu sprechen und dies zu bewerben, gibt Richie Kotzen derzeit zahlreiche Interviews. Im Gespräch mit Hot Metal lässt er jedoch eine Bombe platzen. So gibt Kotzen an, dass er einmal einen Anruf vom damaligen Nine Inch Nails-Bassisten Jeordie White erhalten habe, der ihn zum Vorspielen einlud. Bandchef Trent Reznor sei von Kotzens Können begeistert gewesen und habe gesagt, das Management der Band werde sich in Kürze melden.

Nine Inch Nails vs. Poison

In seinen Worten: „Ich war mit dem Bassisten von Marilyn Manson [Jeordie White aka Twiggy Ramirez] befreundet, der damals bei Nine Inch Nails spielte. Er meinte zu mir: ,Hör zu, du musst unbedingt vorbeikommen. Es fällt uns schwer, einen Gitarristen zu finden.‘“ Kotzen fackelte nicht lange „und verbrachte den Tag dort. Trent sagte zu mir: ,Du bist mit Abstand der Beste, den wir getestet haben. Ich hätte dich gerne in der Band. Mein Manager wird dich kontaktieren.‘ Und ich ging mit dem Gedanken: ,Wow, okay, ich schließe mich einer anderen Band an.‘“

Da Jeordie White lediglich von 2005 bis 2007 bei Nine Inch Nails Bass spielte, muss sich das Geschehene irgendwann in diesem Zeitraum zugetragen haben. Genaue Angaben macht Richie Kotzen dazu nämlich nicht. Letztlich verging Woche um Woche ohne eine Nachricht. „Und dann traf ich Jeordie und fragte: ,Was ist passiert?‘ Er meinte im Grunde, Reznor habe gesagt, er wolle nicht das Rolling Stone Magazin öffnen und lesen: ,Nine Inch Nails holen den ehemaligen Poison-Gitarristen Richie Kotzen.‘ Er wollte nicht mit einer Hair Metal-Band in Verbindung gebracht werden.“ Dafür habe der Gitarrist durchaus Verständnis gehabt.

Da Kotzen zu jener Zeit in keiner anderen Band spielte und Trent Reznor für ein „Genie halte und gerne mit ihm gearbeitet hätte“, hätte er sich sogar ein Pseudonym zugelegt. Das sei nicht das erste und einzige Mal gewesen, dass ihm seine Vergangenheit bei Poison (1991–1993) im Weg stand. „Andererseits bereue ich es nicht, konstatiert er, und fügt hinzu: „Aber so ist das Musikgeschäft nun mal. Es geht nicht nur um die Musik; viele Leute hören mit den Augen. Und das ist in so einer Situation bedauerlich. Aber es ist Realität.“ 

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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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