Rob Dukes kann trotz anfänglicher Wut positiv darauf zurückblicken, dass er bei Exodus gefeuert wurde. Der Sänger wurde 2014 durch Steve „Zetro“ Souza ersetzt, weil die Band eine Abwechslung für nötig hielt. Dukes spricht im Interview mit Chris Akin von The Classic Metal Show über die Zeit nach seinem Rauswurf und seine Rückkehr zu der Band.
Leben nach dem Rauswurf
Er sagt: „Ich wollte nicht für den Rest meines Lebens wütend sein. Sie sprachen mich circa ein Jahr nach meinem Rauswurf an, und es kam zu einem Dialog. Ich hing immer wieder mal mit ihnen ab, und es war alles gut. Ich lebte einfach mein Leben und machte mein eigenes Ding.
Und das führt mich letztendlich wieder hier her. Eines Tages riefen sie mich an und fragten, was ich gerade so mache. Ich antwortete, dass ich mein Leben lebe. Daraufhin fragten sie mich, ob ich zurückkehren wolle. Ich musste erst mal mit meiner Familie und anderen Leuten darüber sprechen, und sagte ihnen am nächsten Tag zu“, erklärt Dukes.
Brüder
Auf die Frage, ob es schwierig war, wieder auf eine Wellenlänge zu gelangen, antwortet der Sänger: „Ich habe zehn Jahre mit diesen Jungs gelebt. Wir kennen einander wie Brüder, deswegen war es, als wäre ich nie weggewesen. Das sind diese Freunde, mit denen man ein halbes Jahr nicht spricht. Aber wenn man es tut, fühlt es sich an, als wäre es erst gestern gewesen.
Es war pure Freude. Es war cool und hat Spaß gemacht, wieder dabei zu sein. Trotzdem ein bisschen nervenaufreibend, wieder hinter einem Mikrofon zu stehen, weil ich es nicht regelmäßig gemacht habe. Ich hatte ein ganz anderes Leben als Schweißer und Metallbauer angefangen und habe viel an Autos geschraubt“, meint er.
Leidenschaft
Dann führt der Sänger aus, dass es auch nach wie vor nicht schwer sei, von der Musik zu seinen Metallarbeiten zu wechseln: „Bei Exodus gefeuert zu werden, war ein versteckter Segen. Ich hatte schon immer Spaß daran, Autos und Hotrods zu bauen. Aber das war ein ganz neues Level.
Ich habe eine irrsinnige Menge an Geld in Werkzeug, Zubehör und Schweißgeräte investiert. Selbst, wenn ich gerade anderes zu tun hatte, war ich in meiner Freizeit immer damit beschäftigt. In der Nacht und an Wochenenden. Die Zeit weg von Exodus hat meinem Leben einen ganz neuen Sinn gegeben“, meint Dukes.
Der (erneute) Exodus-Frontmann sagt: „Ich hätte das zwar sowieso gemacht, aber so hatte ich die Gelegenheit, Unterricht zu nehmen und mir von Leuten Dinge zeigen zu lassen, die besser darin waren als ich. Bald konnte ich selbst cooles Zeug bauen. Dass ich es geschafft habe, diese Fähigkeiten zu nutzen und gleichzeitig wieder auf der Bühne stehen kann, ist also ein zusätzlicher Bonus in meinem Leben.“
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