‘Rocksmith+’ im Test

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Wer hat nicht schon mal davon geträumt, ein axtschwingender Rockstar zu sein? Ubisoft hat seine praxisbezogene Lern-Software für angehende Gitarristen oder Bassisten einem Update unterzogen und bietet sie nun unter dem Namen ‘Rocksmith+’ an. Wir haben den Praxistest gemacht. Um die Sache fundiert betrachten zu können, holen wir uns fachkundige Unterstützung. Auf der einen Seite der Autor als blutiger Anfänger mit Wurstfingern an der linken Hand, auf der anderen Seite der Profi Herman Rigmant, Ex-Gitarrist der lettischen Progressive Death Metal-Band Neglected Fields.

Dieser hat gerade mit seiner neuen Band Anthia das Debütalbum GASLIGHTER veröffentlicht und beherrscht natürlich vom harten Shred bis zum gefühlvollen Solo das gesamte Spektrum der Gitarrenkunst. Nach der Installation der Software lässt sich ‘Rocksmith+’ zwar auch per Handy-Mikro nutzen, wir bevorzugen jedoch den direkten Weg und verbinden Gitarre und PC, klassisch per Klinke eingestöpselt,  mit dem „Real Tone Cable“ für rund 35,- Euro. Ihr könnt das Instrument nun stimmen (eine Funktion, die Herman ebenso wichtig wie einfach umgesetzt findet) und in den Einstellungen eine möglichst hohe Pufferung veranlassen, um die Verzögerung auf ein nicht wahrnehmbares Minimum zu reduzieren – dies ist wichtig, um ein Gefühl für das richtige Timing zu entwickeln.

Gute Sache für Anfänger

Überwältigend: Es gibt eine Vielzahl von Trainingsvideos, die von den ersten Schritten bis hin zu komplexen Vorgängen jeden Schritt des Spiels erklären. Herman bemängelt zwar hier und da Details, aber hey, am Anfang geht es ja noch nicht um Perfektion. Diese könnt ihr stattdessen beim Nachspielen von Tausenden Songs erlangen – hier gibt es eine Ähnlichkeit zu den Konsolenspielen; die Songs laufen euch entgegen und die Software merkt in Echtzeit, ob ihr die richtige Note trefft. Fazit: Für Herman ist ‘Rocksmith+’ eine gute Sache für Anfänger, um sich auch ohne Lehrer Grundlagen zu erarbeiten und die ersten Schritte zu machen.

Hier lobt er ausdrücklich den Umfang der Lektionen sowie den realistischen Sound im Metal-Modus – zusätzlich gibt es auch noch zig andere Genres zu entdecken. Das richtige Gefühl für Musik lässt sich jedoch nicht erzwingen und entsteht oft erst im Zusammenspiel mit anderen Menschen; Fortgeschrittene können die Software nutzen, um ihr Spiel akkurater zu gestalten. Der Autor ist ebenfalls begeistert vom Umfang der Software, sieht jedoch ein, dass er in diesem Leben abgesehen von den überall lauernden Ablenkungen des Rock-Star-Lebens (siehe Foto) nicht mehr genug Freizeit aufbringen kann, um ein echter Gitarrist zu werden.

Flexibles Abomodell

Insofern frei nach Waldemar Hartmann: „Na, i red bloß drüber.“ Für alle trotzdem Ambitionierten gilt: Traut Euch! ‘Rocksmith+’ läuft auf jedem Mittelklasse-PC oder -Notebook (Getestet mit einem Notebook mit Ryzen 7 4700U und 20 GB RAM – viel Arbeitsspeicher hilft viel!) und wird als flexibles Abomodell in verschiedenen Stufen ab günstigen 8,33 Euro pro Monat angeboten.


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(c) Herman Rigmant
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Pantera testeten mehrere Gitarristen als Dimebag-Ersatz

Der langjährige Pantera-Produzent Sterling Winfield hat in einem Interview verraten, dass Rex Brown und Phil Anselmo mehrere Gitarristen für die Gitarristenposition bei der Band vorspielen haben lassen. Dies gab der 52-jähriger US-Amerikaner im Gespräch mit Reckless Rock Radio 89.3 KNON FM (siehe unten) zu Protokoll. "Ich kann mir niemand besseren vorstellen, die Aufgaben von Dimebag Darell und Vinnie Paul zu übernehmen als Zakk Wylde [Ozzy Osbourne & Black Label Society -- Anm.d.A.] und Charlie Benante [Anthrax]. Ich kenne beide seit langer Zeit. Charlie ist einfach ein Vorzeigemensch sowie ein Monster-Schlagzeuger. Er liebte die zwei Brüder total. Das Gleiche gilt für Zakk. Sie…
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