Toggle menu

Metal Hammer

Search

Roger Waters sagt, er steht auf einer Todesliste der Ukraine

von
teilen
mailen
teilen

Für aufmerksame Beobachter steht Pink Floyd-Mitbegründer Roger Waters seit einiger Zeit im Abseits — unter anderem dank seiner antisemitischen Äußerungen. Kürzlich ist der Musiker durch — vorsichtig ausgedrückt — streitbare Kommentare zum Krieg in der Ukraine aufgefallen. Nun gab Waters in einem Interview mit dem US-amerikanischen „Rolling Stone“ zu an, auf einer Todesliste der ukrainischen Regierung zu stehen.

Verquere Weltsicht

„Ich stehe auf der verdammten Liste — und die haben kürzlich Leute umgebracht“, faselte Roger Waters. „Da war diese junge Frau namens Dugina in Paris, wobei sie eigentlich ihren Vater mit einer Bombe erwischen wollten. Nein, es war in Moskau. [Waters spricht von Darja Alexandrowna Dugina — Anm.d.A.] Sie wollten ihren Schwiegervater [es war ihr Vater] erwischen, haben aber sie getötet. Und wenn sie dich umbringen, schreiben sie ‚liquidiert‘ auf dein Bild. Nun ja — ich bin eines dieser verdammten Bilder.“

Empfehlungen der Redaktion
David Draiman teilt gegen Roger Waters aus

Laut dem „Rolling Stone“ gibt es tatsächlich eine solche Liste mit Feinden der Ukraine — jedoch nicht von der ukrainischen Regierung, sondern von einer ukrainischen Rechtsaußen-Organisation. Dies sei jedoch keine Todesliste, sondern „eine Informationequelle für die Polizei und Spezialeinheiten“. Die Regierung der Ukraine hat diese Liste verurteilt. Zuletzt hatte er einen offenen Brief an Olena Selenska, die Gattin von Wolodymyr Selenskyj, geschrieben. Darin gab er dem Präsidenten der Ukraine die Schuld am Krieg. Putin verteidigte er im Interview vor angeblich „antirussischer Propaganda“. Als man Waters Beweise für russische Kriegsverbrechen vorlegte, tat er diese als „westliche Propaganda“ ab: „Es ist das genaue Gegenstück zu sagen: Die Russen haben an unserer Wahl herumgepfuscht, die Russen haben das getan. Es sind alles Lügen.“

🛒  P.U.L.S.E. VON PINK FLOYD BEI AMAZON ORDERN!


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

teilen
mailen
teilen
Metal in der Ukraine: Stromgitarren gegen Bombenalarm

Seit nunmehr vier Jahren leben die Menschen in der Ukraine in ständiger Angst. Stromausfälle, Bombenalarm, Ausgangssperren und permanente Lebensgefahr sind zum traurigen Alltag geworden. Als eine Art lautstarke Trotzreaktion erlebt die ukrainische Metal-Szene seither einen wahren Aufschwung. Bands wie Jinjer und 1914 gehören derzeit wohl zu den gefragtesten Vertretern ihrer Zunft. Doch im Untergrund brodelt weit mehr. Zündfunk (vom Bayerischen Rundfunk) gibt der Underground-Metal-Szene von Kiew eine Stimme. Im Portrait ‘Wie die Kyjiwer Metal-Szene dem Krieg trotzt’ rückt die Deathgrind-Band Tsytska in den Fokus. Ein Ökosystem Im Interview mit Zündfunk gibt Gitarristin Anastasia an: „Metal hat sich schon immer sehr…
Weiterlesen
Zur Startseite