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Sabaton feiern erfolgreiche „History Rocks“-Initiative

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Sabaton sind eine Band, die seit vielen Jahren nicht nur mitreißende Metal-Hits schmiedet. Die Geschichtsenthusiasten scheuen keine Mühen, für ein umfangreiches Erlebnis um die Band herum zu sorgen — sei es im Rahmen der Gaming-Kollaboration mit ‘World Of Tanks’, ihrem historischem Online-Kalender oder mit ihrem eigenen YouTube-Kanal, dem Sabaton History Channel. Das jüngste Projekt der Schweden setzt dem Ganzen die Krone auf.

Einen animierten Film zu ihrem aktuellen Studiowerk THE WAR TO END ALL WARS in Zusammenarbeit mit dem Studio Yarnhub zu verwirklichen, war sowieso schon ein hehres Unterfangen. Doch Sabaton wären nicht Sabaton, wenn sie nicht nach Höherem streben würden. Anstatt ‘The War To End All Wars — The Movie’ einfach nur auf DVD oder Blu-ray zu veröffentlichen, hat die Gruppe einen ganz besonderen Rahmen für den Streifen geschaffen, der Geschichten aus dem ersten Weltkrieg erzählt — untermalt mit den Songs der Platte.

Bildung mit Wumms

„History Rocks“ lautet das Motto der Initiative — und mit Sabaton macht Geschichte wahrlich richtig Laune. So konnten Bassist/Bandmanager Pär Sundström und Co. über 140 Museen auf der ganzen Welt dafür gewinnen, ‘The War To End All Wars — The Movie’ in ihren hauseigenen Lichtspielhäusern zu zeigen. Mit von der Partie waren unter anderem das schwedische Panzermuseum Arsenalen in Strängnäs, das Aeroseum in Göteborg, The Tank Museum im britischen Dorset, das Royal Air Force Museum in London sowie das Military Heritage Museum in Jackson, Michigan.

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Die Filmpremieren fanden vor wenigen Tagen statt: Vom 4. bis 19. November — jeweils eine Woche vor und nach dem 11. November 2023. Dieser Tag markiert das 105. Jubiläum des Tags des Waffenstillstands von 1918. Um dieses feierliche Ereignis angemessen zu zelebrieren, begaben sich vier der fünf Sabaton-Mitglieder auf Reisen und machten die Filmpremiere in verschiedenen Museen mit. Pär suchte gleich vier Museen auf — alleine besuchte der 42-Jährige das Museo Nazionale Risorgimento Italiano (Turin), den Flandernbunker (Kiel) und das Bovington Tank Museum (Dorset). Zusammen mit Frontmann Joakim Brodén ließ er sich auch im Royal Air Force Museum (London) blicken. Überdies machte Schlagzeuger Hannes Van Dahl das Aeroseum (Göteborg) unsicher, und Gitarrist Tommy Johansson nahm das Arsenalen (Strängnäs) ins Visier.

Die Bilanz fällt komplett positiv aus. „Das ‚History Rocks‘-Projekt lief absolut großartig“, merkt Sundström an. „Es war fantastisch zu sehen, wie so viele Museen bei der Aktion mitmachten, und sogar noch besser, all das positive Feedback zum Film und das Wohltätigkeitsprojekt zu bekommen. Am Ende waren mehr als 140 Museen in 29 Ländern mit und genossen dieses einzigartige Event.“

Im Interview mit Lora Vogt vom National WWI Museum and Memorial in Kansas City erörterte Sundström, ob die Power-Metaller mit dem Film vornehmlich neue Publikumsschichten erreichen wollen. „Zuallererst wollen wir Sabaton-Fans ansprechen, die ein tieferes Verständnis der Bedeutung hinter den Songs bekommen wollen“, erläutert Pär. „Darum geht es hauptsächlich. Bei dem Film machten wir allerdings mehrere Schritte. Der erste Schritt war es, etwas für ein paar auserwählte Journalisten zu haben, das wir ihnen zeigen können, als wir ihnen das Album THE WAR TO END ALL WARS vorspielten. Für jedes Album wählen wir dafür gewöhnlich einen zum Thema des Longplayers passenden Ort aus und laden Rock- und Metal-Journalisten aus aller Welt ein.

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Die sind dann die Ersten, die die neuen Songs hören und uns dazu interviewen. Für THE WAR TO END ALL WARS entschieden wir uns diese Listening Session in einem Museum in Brüssel mit einem sehr großen Bereich zum ersten Weltkrieg abzuhalten. Als kleine Überraschung gab es dort eine frühe Fassung des Films zu schauen, von der nur sehr wenige Leute wussten – nicht einmal meine Bandmitglieder hatten den ganzen Film gesehen. Am Abend des Tages nach dem Vorspielen der Platte und all den Interviews luden wir alle in ein großes Kino im Museum ein. Sie dachten, sie würden ein Musikvideo oder so zu sehen bekommen. Doch nach dem ersten Song ging es weiter – und sie fragten sich: wie lange noch? Es war eine ganz schöne Fahrt.

Neues Terrain

Die allgemeine Resonanz war: So etwas hat noch keine Rockband gemacht. Die Leute waren ziemlich beeindruckt und wollten wissen, was wir im Nachgang mit dem Film anstellen werden. Zu diesem Zeitpunkt verfolgten wir damit kein wirkliches Ziel. Die Plattenfirma meinte: Lasst uns den Film auf eine DVD packen und den Fans verkaufen. Doch ich mochte diese Idee nicht. Darüber hinaus fragten Firmen bei uns an, die Filme ins Kino bringen und Sabaton für eine geeigneten Namen dafür hielten. Das fand ich jedoch ebenfalls nicht passend.

Wir versuchten den Film zudem bei einigen Filmfestivals unterzukriegen. Aber viele davon nahmen eine klare Haltung gegen alles ein, was mit militärischen Konflikten zu tun hat – wegen des Krieges in der Ukraine. Also saßen wir noch ein wenig auf dem Film herum – bis ich während einer Tournee in Schweden ein Museum besuchte. Dieses Museum zeigte tatsächlich täglich ein paar unserer animierten Filme in einer Ausstellung über Luftkämpfe. Außerdem wollten sie mich beeindrucken, denn sie zeigten eines der Videos auf einer großen Leinwand inklusive Bühne und großen Lautsprechern.

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Da machte es Klick bei mir: Das war der Rahmen für den Film! Von da an musste die Idee noch ein paar Wochen in meinem Kopf reifen. Aber so fing es an. Und sie waren eines der ersten Museen, die ich fragte, ob sie den Film zeigen wollen. Sie hielten das für sehr ungewöhnlich, aber waren immer auf der Suche nach neuen Wegen, Inhalte zu finden, die neue Besucher ins Museum locken. Und das habe ich auch von vielen anderen Museen gehört.“

Sabaton nehmen den Preis "Aufklärer des Jahres 2022" entgegen
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Sabaton/Nuclear Blast/Promo
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Sabaton: Tommy Johansson steigt aus

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