Toggle menu

Metal Hammer

Search

Saitenhieb: Love über alles

von
teilen
mailen
teilen

Liebe Metalheads,

wie sagten Kreator zuletzt so schön auf HATE ÜBER ALLES? „Hate is the virus of this world“ brüllte mir Mille damals stilecht entgegen, als ich die Platte zum ersten Mal auflegte. Recht hat der gute Mann. Aber wo unsere Meinungen auseinandergehen, ist die Passage davor: „My hate, they shall feel it!“ Natürlich ist das nur ein Song, und wer Mille kennt, weiß, dass er der Letzte ist, der irgendwen seinen Hass spüren lässt. Höchstens seine Gitarre bekommt auf der Bühne mal etwas ab.

Aber doch ist es genau diese Einstellung, die mir immer mehr auf den Zeiger geht. Diese ewige Nörgelei über alles Mögliche – und immer mehr auch über Themen im Metal-Kosmos. Ich meine, verdammt, ich schreibe hier in einer Rubrik, in der es nur um genau das geht. Negatives im Metal. Aber es zieht einen einfach runter, wenn man immer dieselben negativen Sachen hört. „Festival-Line-ups sind nicht mehr so ausgewogen wie früher.“ Niemand zwingt dich, hinzugehen. „Bands benutzen viel zu viel Playback.“ Selbes Argument wie vorher, und außerdem: Willst du wirklich lieber einen Vince Neil hören, der klingt wie ein Mofa mit Startschwierigkeiten? Oder eben das hier: „Die Bierpreise sind viel zu hoch.“ Gut, das stört tatsächlich. Aber dann bleibt es eben etwas Besonderes, sich mal auf einem Konzert oder Festival ein, zwei Halbe zu viel zu gönnen.

Klar, die Zeiten sind hart. Und manchmal macht es einfach Spaß, sich über etwas aufzuregen – vor allem, wenn es um Musik geht. Doch abgesehen vom Fachsimpeln über Kleinigkeiten hat Nörgelei in meinen Augen nichts im Metal verloren. Metal ist etwas Besonderes, und die Gemeinschaft ist es auch. Anstatt nur herumzuheulen sollten wir zusammenhalten und uns freuen, dass wir überhaupt wieder auf Festivals und Gigs gehen können. Wir hören die beste Musik der Welt. Das ist ein Privileg. Und darüber kann man sich auch mal freuen.

Euer Simon

Ihr erreicht den Autor unter redaktion@metal-hammer.de.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
mailen
teilen
Tesla gehen aus Geldgründen lieber auf Tour als ins Studio

Oft entsteht der Eindruck, Rock-Musiker würden ein reiches, glamouröses Leben führen. Für einige mag das tatsächlich der Fall sein, aber Brian Wheat von den Hard-Rockern Tesla zählt sich nicht dazu. Im Interview mit Charlie Kendall's Metalshop erklärt der Bassist, wie sich die Band ihr Geld hart erarbeitet und warum eigene neue Alben nicht dazugehören. Bewusster spielen Zunächst erzählt er, wie sich Tesla-Konzerte über die Jahre verändert haben: "Auf der Höhe unserer Karriere, als alles rundlief, hatten wir Multiplatinalben, MTV und große Radiopräsenz. Das war circa 1991 oder '92, als wir das Album PSYCHOTIC SUPPER veröffentlichten.  Wir spielten damals zweieinhalbstündige Konzerte. Jetzt…
Weiterlesen
Zur Startseite