Toggle menu

Metal Hammer

Search

Reeper Bahn Festival: pop’n’politics: präsentiert vom Rolling Stone
mehr erfahren



METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

Saitenhieb zum Ende des Spiels „Guitar Hero“

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Liebe Rocker,
die Zeiten ändern sich. Früher passten Rock und Computerspiele jedenfalls so gut zusammen wie Metal und Modelleisenbahnen. Heutzutage muss man schon ansatzweise wissen, wie ein Rechner funktioniert, um den kompletten Iron Maiden-Backkatalog auf seinem mp3-Player für den mobilen Einsatz parat zu haben. Manchen reicht diese Zwangsauseinandersetzung, andere wollen indes noch mehr. Womit wir beim Thema wären: Guitar Hero, Rock Band und Konsorten. Und vor allem deren Folgen.

Doch beginnen wir mit den Anfängen. Bereits Karaoke hat sich seit seinem sinistren Siegeszug für die härtere musikalische Gangart als gänzlich unrockbar erwiesen. ‘Suspicious Minds’ kriegt der gemeine BWLer im Song-SM-Studio seines Vertrauens und in Begleitung der digitalen Casio-Kapelle als Schmalspur-Elvis vielleicht noch halbwegs hin, aber Deep Purples ‘Child In Time’ oder ‘Run To The Hills’? Wohl weniger.

Doch zum akuten Stein des Albernheits-Anstoßes. Seit wann bitte sind Plastikgitarren oder ein wahlweise an den Flippers oder Post-Rick-Allen-Unfall-Ära-Def Leppard angelehntes Silikon-Schlagzeug cool – geschweige denn Rock’n’Roll? Noch befremdlicher: Heroen-Bands wie Mötley Crüe oder Aerosmith verkaufen mit den pseudo-aktiven Playstation-Playback-Versionen ihrer alten wie neuen Songs mittlerweile mehr als mit den puren Stücken. Wenigstens ein positiver Effekt in Sachen Bildungsförderung. Aber für welchen Preis?

Wenn wie auf manchen Festivals Leute Schlange stehen, um sich auf Bontempi-Instrument-Imitaten im bunten Knopfdruck-Trigger-Takt wie Yngwie Malmsteen fühlen zu können, während um die Ecke echte Musiker aufspielen, provoziert das meine Gesichtsmuskeln zu einem argwöhnisch entgleisenden Augenbrauen-Zucken gepaart mit einer Billy Idol-Unterlippenverzerrung. Natürlich ist das alles irgendwie spaßig, recht und in der Anschaffung nicht gerade billig. Aber spinnt man diesen Trend mal weiter, erscheint ein erschreckendes Szenario vor dem geistigen Auge. Anstatt zünftig mit seinen Kumpels eine Keller-Band zu Gründen und beim Covern von ‘Seek & Destroy’ die wahre Magie des Metal sowie die eigenen musikalischen Grenzen zu entdecken, gründet die nachwachsende Gamer-Generation wohl eher die Tribute-Band Megabytica.

Wird das Spielen echter Instrumente, das Schreiben eigener Songs wohlmöglich bald ein Rock-Relikt werden und fortan direkt mit der reinen Sample-Datenbank komponiert werden? Wird Peter Bursch irgendwann genötigt, seine Lehrbuch-Tabulaturen nur noch in blau, grün, gelb und rot abliefern zu müssen? Wird es bald Trend-ergänzende Zusatzmodule wie digitale Dudelsäcke für Paganer geben? Wie bekämpft man virtuellen Entzug? Und vor allem: Kriegt man noch Bräute mit dem Spruch „Ich spiele in einer Band“. Oder bleibt irgendwann allen Analogen der Playstation-Zugang zur X-Box verwährt? Mal sehen, vielleicht heißt diese Rubrik in zehn Jahren ja auch Tastenhieb.

Spezial-Abo
teilen
twittern
mailen
teilen
Matt Heafy und Richard Marx machen Metal-Version von

Metallische Versionen beliebter Songs erfreuen sich immer wieder Beliebtheit. Das hat sich auch Trivium-Frontmann und -Gitarrist Matt Heafy gedacht und sich mit Pop-Sänger Richard Marx zusammengetan. Die beiden haben daraufhin eine Metal-Fassung des Marx-Hits ‘Right Here Waiting’ eingespielt und eingesungen. Dies berichtet Heafy in der aktuellen Ausgabe des "Bringin' It Backwards"-Podcast (siehe und höre unten). Ungewöhnliche Paarung Im diesem Interview erläutert Matt Heafy auch, wie es zu dieser überraschenden Kollaboration gekommen. "Ich habe seinen Sohn gesehen. Der hat ein Trivium-T-Shirt getragen", verrät Heafy. "Also habe ich ihn [Richard Marx] in den sozialen Medien angeschrieben. Er ist ein super-toller Kerl. Wir sind in…
Weiterlesen
Zur Startseite