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Samael: Interview mit Sänger Vorph zum neuen Album ABOVE

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Als Samael-Sänger Vorph durchklingelt, kommt er gerade von einer anstrengenden Tournee mit Deicide und Vader zurück. Dennoch ist er bester Stimmung. Und wer seinem charmanten, französischen Akzent lauscht, ahnt, warum dieser Mann als Frauenmagnet gilt.

Grund des Anrufs ist aber nicht sein Frauenleben, sondern natürlich das neue Samael-Album ABOVE – das nicht auf ungeteilte Gegenliebe stößt. Für Vorph ist das nicht weiter überraschend: “Naja, ursprünglich hat unser musikalischer Kopf Xy die Sache als Fun-Projekt initiiert. Er wollte eine Art virtuelle Metal-Band namens ’Above’ gründen, ähnlich wie die Gorillaz. Als wir die fertigen Songs jedoch beim Mastering hörten, dachten wir, dass sie zu schade wären für so einen Quatsch und beschlossen, daraus ein Samael-Album zu machen.”

Für die virtuelle Band gab es auch schon lustige Avatare mit Kriegsnamen wie Legion Z, Zen, Drala oder Yang. Daraus ist im Endeffekt jedoch nichts geworden: “Wir haben das alles in die Tonne gekloppt. Wir waren mit den Arbeiten schon sehr weit und haben sogar an einem Video gearbeitet. Im Endeffekt wäre der Aufwand, die virtuellen Charaktere weiterzuentwickeln, jedoch zu groß gewesen. Die Platte unter dem Namen Samael zu veröffentlichen war schlicht und ergreifend der Weg des geringsten Widerstandes,” gibt Vorph ehrlich zu.

Über diese Entscheidung lässt sich trefflich streiten, denn Tatsache ist, dass ABOVE anders klingt als alle anderen Scheiben der Schweizer. Das Album ist ein lupenreines Black- und Death Metal Geschoss geworden. Von einer Band wie Samael würde man aber eher einen Schritt nach vorne erwarten – keinen zurück. Denn Black Metal ist eigentlich der Hintergrund der ersten Gehversuche von Samael, wurde aber mit PASSAGE (1996) endgültig als musikalisches Terrain verlassen.

Vorph kontert gewohnt elegant: “Es ist schön, wenn die Leute überrascht sind, denn genau das wollten wir erreichen. Ich glaube zwar nicht, dass unser nächstes Album so klingen wird wie ABOVE, aber zum jetzigen Zeitpunkt wollten wir ein spontanes und frisches Metalalbum machen. Auch intern ist ABOVE für uns der richtige Schritt, denn Mas [Bass] und Makro [Gitarre] wollten schon lange richtig schnelle Songs spielen.”


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