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Schlagabtausch: Moonspell vs. Rotting Christ

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Den kompletten Schlagabtausch zwischen Fernando Ribeiro (Moonspell) und Sakis Tolis (Rotting Christ) findet ihr im METAL HAMMER 02/2020. Erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Wenn 23 Menschen knapp zwei Monate gemeinsam in einem Nightliner verbringen, kann „Welcome to hell!“ schon mal zum Standardgruß geraten. Der Gründer der griechischen Gruppe Rotting Christ bezeichnet die gemeinsame Tournee mit den Portugiesen Moonspell (sowie den Schweizern Silver Dust) deshalb als (geglücktes) „Experiment“.

METAL HAMMER: Ihr teilt nicht nur Mentalität und Gefühl in der Musik, sondern auch einige Themen: Beide Bands stellen sich gegen Religion und haben Probleme mit Autoritäten. Wie ist das entstanden?

Sakis Tolis: Natürlich haben wir Probleme, ehrlich gesagt mag ich das!

Fernando Ribeiro: Griechenland ist anders als das römisch-katholische Portugal. Eigentlich sind Staat und Kirche gesetzlich getrennt, doch die Praxis ist eine andere. Unser Album 1755 widmet sich dem Moment, als das Miteinander von Gesellschaft, Kirche und Krone in eine Krise schlitterte. Ich bin in meinen Ansichten gegen die Kirche nicht so extrem, doch für mich waren die bösesten Menschen immer katholisch. Ich glaube, der Mensch hat Gott und Teufel erfunden, um eigenen Nutzen daraus zu ziehen.

Die Geschichte Portugals zeigt, wie eng Menschen mit Gott und Schicksal verbunden waren. Das Land wurde erst mit den Kreuzzügen geboren. Unsere Geschichte erlaubte uns keine andere Sichtweise, wir hatten keinen Luther, keinen Protestantismus. Erst das Erdbeben von 1755 brachte die Leute zum Nachdenken, wie all das geschehen konnte, wenn Gott doch so gut ist. Das orthodoxe Griechenland ist anders…

„Die neue Religion ist Geld!“

ST: Das ist eine lange Geschichte. Wir hatten oft mit Problemen zu kämpfen, doch in meinen Augen ist das Christentum heute nicht das größte Problem. Dennoch behalten wir als Band unsere Haltung bei, mit der wir auch wir begonnen haben. Manchmal muss man extrem sein, wenn man Dinge ändern will. Das kostet uns einiges – etwa, wenn Shows abgesagt werden…


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Nach Tour-Absage: Rotting Christ verkaufen Shirts und spenden Erlöse

Bands gehen unterschiedlich mit der Corona-Krise um: Manche priorisieren ihr Streaming-Angebot, andere bitten um Unterstützung und Rotting Christ akzeptieren zum guten Zweck einen finanziellen Verlust. Nachdem die Tour mit Borknagar, Wolfheart, Abigail Williams und Imperial Triumphant auf Februar 2021 verlegt wurde, verkaufen die Griechen ihre „The Heretics“-Tour-Shirts für 15 Euro. Das Geld wandert aber nicht in die eigene Tasche, sondern auf das Konto der WHO. https://www.facebook.com/rottingchristofficial/posts/10156591541465670 Im Facebook-Post von Rotting Christ heißt es: „Wir spenden den Gewinn aus den Verkäufen unserer „The Heretics“-Sonderpreis-Tour-Shirts an die Weltgesundheitsorganisation. Das ist eine kleine Aktion für eine Band – eine wichtige Lebenseinstellung in der…
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