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So kam es zum Hühnermord bei Alice Cooper

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Der unfreiwillige Tod von Federvieh hat im Rock’n’Roll schon fast Tradition – auch dank des Königs des Shock Rock, Alice Cooper. Denn neben Ozzys Taubenenthauptung ist das tragische Ableben eines Huhns während eines Cooper-Live-Konzerts im Jahr 1969 eine der legendärsten Geschichten, die es in dieser Richtung gibt. Und das, obwohl das Ganze wohl anscheinend nur ein Missverständnis war.

Blut und Federn statt Frieden und Liebe

Das erklärte Alice Cooper zumindest in einer Biografie-Show des amerikanischen Geschichtssenders A&E, wo er sich an den denkwürdigen Auftritt erinnerte.

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„Das Publikum hat das Tier in Stücke gerissen“, so der 76-jährige Rocker. „Es war ein Peace And Love-Festival. Und sie zerfetzten es und werfen es zurück auf die Bühne, es war also überall Blut. Blut und Federn.“

Schnell verbreitete sich das Gerücht, dass die damals noch blutjunge Band die Aktion vor 20.000 Rock-Fans in Toronto geplant hätte. Außerdem hieß es, dass der Sänger auch noch das Blut des Vogels getrunken hätte. Natürlich dauerte es nicht lange, bis sich der damalige Labelchef Frank Zappa bei Cooper meldete.

Er fragte am nächsten Tag, ob die Band wirklich ein Huhn auf der Bühne geschlachtet hätte – worauf Alice zugab, dass es zwar ein Huhn gegeben hatte, er es aber nicht getötet hätte. „Zappa sagte: ‚Erzähl das bloß keinem. Die lieben es. Es ist überall in der Presse!‘ Und die Hühner-Story wurde riesig. Alle fragten sich, wer dieses Monster ist, welches so etwas bei einer Rock-Show tut.“

Teil der Mythosbildung von Alice Cooper

Es sei aber alles nur ein Missverständnis gewesen, erklärt der Sänger anschließend. „Man muss bedenken, dass ich aus Detroit komme. Ich war noch nie auf einem Bauernhof. Das Tier hatte Flügel und Federn – also muss es ja fliegen können. Ich hob es hoch und warf es ins Publikum, mit dem Gedanken, dass es wegfliegen würde, bis es jemand einfängt, mit nach Hause nimmt und es Alice Cooper nennt.“

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So ist es leider ganz und gar nicht gekommen, denn wie Cooper mittlerweile weiß sind Hühner Laufvögel und können nicht abheben. „Es viel sofort wieder runter, nachdem ich es geworfen habe“, erklärt er. „Direkt ins Publikum.“ In diesem befanden sich an dem Tag auch John Lennon und Yoko Ono: ,Sie dachten, das sei Kunst, es war aber einfach nur Chaos.‘“

Die Gerüchteküche explodierte danach, und der Ruf der Band stieg ins Unermessliche: „Es war irre. Ich musste gar nichts tun, die Leute erfanden einfach ihre eigenen Geschichten. Sie fingen gerade erst an, Alice Cooper zu entdecken. Und ich eigentlich auch. Also taten wir es alle zur selben Zeit.“


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