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Speed & Thrash-Special ’88: Slayer, Megadeth, Exodus…

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>>> In DAS ARCHIV – Rewind lest ihr den Artikel im Original-Layout!

Rauh, atemberaubend schnell and gemein, das sind die Prädikate, mit denen Speed and Thrash Bands immer wieder belegt werden. Was ursprünglich mal als Untergrundbewegung begonnen hatte, unbeachtet von den großen Plattenfirmen und vom Gros der ’normalen“ Rockfans, ist heute ein wichtiger Bestandteil der Hard- und Heavy-Szene. Junge Bands, vor einigen Jahren noch mehr im Keller als auf den großen Bühnen beheimatet, unter Vertrag bei obskuren kleinen Labels oder bei den schon damals etwas etablierteren Independent – Firmen, mischen heute selbst in der obersten Liga der Superacts mit. Wie Metallica. Oder Slayer. Oder Anthrax… um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Bands waren und sind innovativ, haben Mut zum Risiko gezeigt und zeigen ihn noch heute. Nicht der schnelle Starruhm ist wichtig, nicht die Show oder das Outfit, sondern die Ursprünglichkeit des Rock, die Härte und die Geschwindigkeit. Vor allem aber das Lebensgefühl, ein ursprüngliches Lebensgefühl, das das Wesen der 80’er besser ausdrückt und beschreibt, als jede Oberlehrerarbeit es je könnte. Und genau das haben die Bands mit ihrem Publikum gemeinsam, dieses Lebensgefühl. Viele Gruppen, speziell die amerikanischen, haben es geschafft, die beiden einzigen Originalströmungen, die die Rockmusik in den letzten zwanzig Jahren überhaupt noch hervorgebracht hat, den Punk und den Hardrock/ Heavy Metal, miteinander zu verschmelzen, damit den Rock auf die Straße zurückzubringen und zu einer einzigen unüberhörbaren Hymne der 80’er umzuarrangieren. Inzwischen sind es tausende von Gruppen, die sich dem Thrash-Metal, Speed-Metal oder anderen Hardcore-Musikrichtungen verschrieben haben. Mit der Zahl der Bands steigt auch die Menge der Schubladen, in die sie gesteckt werden. Wie auch immer, auf den folgenden zehn Seiten geben wir Euch einen kleinen Überblick über einige der vielversprechendsten und interessantesten – weil individuellsten und originellsten – Bands. Unsere Zusammenstellung erhebt nicht den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit oder auch nur auf Repräsentativität, gibt jedoch auf jeden Fall eine Übersicht über den derzeitigen Stand der Szene. Bands, die uns in der Vergangenheit bereits ein FanMag oder lange Stories wert gewesen sind, haben wir diesmal einfach außen vor gelassen. Wie Metallica, Megadeth oder Anthrax. Stattdessen auf den folgenden Seiten Overkill (zur Zeit noch mit Michael Wagener im Studio), Slayer, Laaz Rockit, Exodus und Metal Chuech. Die Bios und Discographien wurden übrigens in internationaler Zusammenarbeit geschrieben und erstellt von Metal Mike, Oliver Klemm und Götz Kühnemund.

Slayer

Wenn man, wie hiermit geschehen, ein sogenanntes ‚Speed-Special‘ zusammenstellt, darf vor allem eine Band – ungeachtet ihrer Popularität und ihres Marktwertes – naturlich nicht vergessen werden. Slayer nennt sich der betreffende Act, und Ihr alle kennt die History inzwischen in- und auswendig. Dennoch wollen wir sie an dieser Stelle noch einmal Revue passieren lassen, denn an Slayer führt eben kein Weg vorbei! Große Rockbands besitzen seit jeher eine bestimmte Eigenart, die sie über ihre musikalische Klasse hinaus von weniger bedeutenden Gruppen unterscheidet: Sie haben ebenso viele Feinde wie Fans. Bestätigungen dieser Faustregel finden sich in der 25jährigen Geschichte des Hard Rocks zur Genüge, und auch Slayer bilden da keine Ausnahme. Ihre musikalische Vorabeit hat der Thrashszene Tür und Tor geöffnet, stößt aber immer wieder auf Ablehnung bei den Anhängern gemäßigterer Klänge. Noch um einiges extremer verhält es sich mit den thematischen Inhalten der Slayer-Songs: Sieht man sie als bedeutungsloses Beiwerk der Musik, kann man sie bis zu einem bestimmten Punkt tolerieren; nimmt man sie jedoch ernst, sind zumindest Bedenken angebracht. Stellvertretend sei hier der Reign In Blood-Track „Angel Of Death“ genannt, der in musikalischer Hinsicht sicherlich als einer der besten Songs im Thrash-Bereich bezeichnet werden mofi. Der Text dagegen behandelt ohne jegliche Wertung die Verbrechen der Nazizeit and hat gerade in Europa für größeres Aufsehen gesorgt. Aber lassen wir die Kontroversen an dieser Stelle außer acht, und konzentrieren wir uns auf den Werdegang der Band:

Kerry King (guitar, der eigentliche Gründer des Quartetts), Jeff Hanneman (guitar; Hauptsongwriter bei Slayer), Tom Araya (bass/ vocals, gelegentlicher Texter) und Dave Lombardo (drums, zweifellos einer der besten Schlagzeuger des Genres) starteten ihr Projekt 1982 in Kalifornien. Die Zielsetzung war von Beginn an klar: Slayer wollten die härteste, extremste und schnellste Band dieses Universums werden – ein Vorhaben, das sie längst realisiert haben. Nach den ersten Gigs im Umfeld von Los Angeles, die man übrigens noch geschminkt bestritt, wurden Slayer von Metal Blade-Kopf Brian Slagel unter Vertrag genommen. Erstes Produkt dieser Zusammenarbeit war der Beitrag „Aggressive Perfector“ zum Metal Massacre m-Sampler. Im direkten Anschluß an die Veröffentlichung der Scheibe ging die Band erneut ins Studio, um das Debutalbum Show No Mercy einzuspielen. Zwar hatten Slayer ihren Stil zu jenem Zeitpunkt noch nicht vollständig entwickelt und ließen deutliche Anleihen bei Venom und Metallica erkennen, doch tat das dem Erfolg der LP keinen Abbruch. Slayer hatten ihre musikalischen Einflüsse in einer Art und Weise verschmolzen, die zwar zunächst nicht unbedingt originell genannt werden konnte, aber trotzdem für riesiges Aufsehen im internationalen Underground sorgte. Die Herren King, Hanneman, Araya und Lombardo galten neben Metallica als die Hoffnung derjenigen Fans, die Venom und Motörhead bereits zum alten Eisen zählten. Ein halbes Jahr nach der Show No Mercy-Veröffentlichung holten Slayer zum dritten Vinylschlag aus. Die EP Haunting The Chapel klang in jeder Beziehung extremer, harter und vor allem auch eigenständiger als das vorangegangene Album und katapultierte Slayer endgültig an die Spitze der aufstrebenden Generation junger US-Metaller. Die Fanschicht der Band setzte sich dabei nicht nur aus Headbangern, sondern zu einem bedeutenden Teil auch aus Hardcoreund Punk-Fans zusammen. Somit gelten Slayer nicht zu Unrecht als wichtige Vorreiter der momentan florierenden Crossover-Szene. Parallel zum Release der Hunting The Chapel EP tourten Slayer durch die Nordstaaten der U.S.A. und erkämpften sich nun auch den Ruf einer hervorragenden Liveband. 1985 veröffentlichte die Band mit Hell Awaits ein zweites Album, das die bisherigen Produkte der kalifornischen Totschläger klar in den Schatten stellte und Slayer so präsentierte, wie man die Band heute kennt: als innovativen, wegbereitenden Thrash-Act der Extraklasse. Die restlichen Schritte in der Entwicklung der Gruppe sind schnell erzählt: Weitere US-Dates zusammen mit Venom folgten, bevor Slayer noch im selben Jahr ihre erste Europatournee, die ihren Höhepunkt auf dem belgischen Heavy Sound-Festival fand, starteten. Hell Awaits verkaufte sich weltweit über 100.000 mal – das Signal für die Major-Companies, die Slayer bis dato wenig Beachtung geschenkt hatten, war gegeben. Die Band landete, wie inzwischen jeder wissen dürfte, beim Def Jam-Label und ließ das Nachfolgealbum Reign In Blood von Rick Rubin produzieren. Womit wir (fast) am Ende der Bandgeschichte angelangt wären, denn über dieses Meisterwerk, die anschließende Worldtour, die Neuveröffentlichung der Live Uundead-LP und das Iron Butterfly-Cover „In-A Gadda-Da-Vida“ (erschienen auf dem Soundtrack Less Than Zero) muß man wohl keine großartigen Worte mehr verlieren! Momentan befinden sich Slayer wieder im Studio, um ihr viertes Studioalbum South Of Heaven (so der voraussichtliche Titel) fertigzustellen. Wir rechnen mit einer weiteren Steigerung!

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