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Gary Holt: Rock & Roll Hall Of Fame ist „Schwachsinn“

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Mit Slayer und Exodus ist Gary Holt längst in die Metal-Annalen eingegangen. Während sich andere über eine Aufnahme in die Rock & Roll Hall Of Fame freuen und geehrt fühlen, könnte dies dem Gitarristen kaum egaler sein. Anlässlich der diesjährigen Aufnahme von Iron Maiden wurde Holmes im The Mistress Carrie Podcast kürzlich gefragt, für wie wichtig er dies hält.

Lächerlicher Beliebtheitswettbewerb

Ohne um den heißen Brei zu reden, meint der 61-Jährige: „Mir ist das persönlich scheißegal. Die Rock & Roll Hall Of Fame ist totaler Schwachsinn.“ Dann redet er sich regelrecht in Rage und zieht Vergleiche, die in der Tat sonderbar erscheinen. „Iron Maiden füllen immer noch Stadien und sind noch nicht drin. Thin Lizzy hatten Hits. Sie waren Pioniere der zweistimmigen Gitarrenharmonien und hatten einfach legendäre Alben. Wahrscheinlich werden sie es nie schaffen.“ 

Unterdessen werden Hip-Hop-Künstler wie Missy Elliott oder N.W.A. Teil der Rock & Roll Hall Of Fame. Holt echauffiert sich: „Die hatten, was? Zwei Platten? Wie zum Teufel kommen die da rein? Und Thin Lizzy ist nicht drin. Judas Priest sind nur durch die Hintertür reingekommen. Motörhead sollten da rein. Es ist ein Beliebtheitswettbewerb. Sie mussten Kiss widerwillig reinlassen, die von Anfang an hätten dabei sein müssen.“ Über die Aufnahmemodalitäten beschwerte sich auch Gene Simmons erst vor Kurzem und stellte die durchaus berechtigte Frage: Wann werden Led Zeppelin und AC/DC in die Hip-Hop Hall Of Fame aufgenommen?“ 

Hätte, wäre, wenn…

Auch Holts ehemaliger Slayer-Kollege Kerry King vertritt eine ganz ähnliche Meinung. Vor etwa einem Jahr wurde er von Billboard Brasil gefragt, wann Slayer in die Rock & Roll Hall Of Fame aufgenommen würden. Seine leicht verbittert wirkende Antwort: „Warum sehen wir sie denn noch nicht längst dort? Keine Ahnung. Wir standen noch nie auf der Nominierungsliste, also keine Ahnung, worauf sie warten. Wie viele Jahrzehnte müssen wir denn noch spielen? 40 Jahre reichen wohl nicht. Keine Ahnung.“

Für King gäbe es nur eine Sache, wegen der sich eine Aufnahme lohnen würde. Ansonsten legt auch er nicht viel Wert auf die Ehrung, da diese nicht von den Fans vorgenommen wird. „Wäre das etwas, das meine Karriere perfekt machen würde? Auf keinen Fall. Wenn meine Eltern noch leben würden, wäre ich total begeistert. Wenn wir es schaffen würden, könnte ich sagen: ‚Hey Mama, ich bin in der Rock & Roll Hall Of Fame.‘ Das wäre cool.“ Reichlich Konjunktiv. Kings Meinung nach weisen der Abstimmungsprozess und der Wahlvorgang dafür ohnehin noch zu viele Mängel auf.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Gary Holt hält Exodus für besser als Metallica

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