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ST. ANGER in „50 grausige Alben von genialen Künstlern“

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Der US-amerikanische „Rolling Stone“ hat gerade eine Rangliste namens „50 grausige Alben von genialen Künstlern“ veröffentlicht. Und Metallica haben den zweifelhaften Erfolg vollbracht, eines ihrer Studiowerke dort zu platzieren. Es handelt sich um das 2003er-Album ST. ANGER, das bei vielen Fans kritisch gesehen wird. Vor allem finden zahlreiche Hörer, dass der Snare-Sound von Drummer Lars Ulrich wie aus der Tonne klingt. Darüber hinaus könnten die Songs kompakter und ausgereifter sein.

Unausgegoren

„Rolling Stone“-Autor Andy Greene schreibt in seiner Einordnung über ST. ANGER, die Scheibe sei „schwer enttäuschend“. Des Weiteren komme das Schlagzeugspiel von Lars Ulrich so rüber, „als ob er während des kompletten Albums auf eine Blechbüchse haut“. Darüber hinaus seien die Song „unkoordiniert und scheinbar unfertig“. Außerdem könnten die Texte von Frontmann und Gitarrist James Hetfield, die „direkt aus dem Entzug“ kämen („I want my anger to be healthy“), „durchdachter sein“. Dass Metallica von all ihren Alben von ST. ANGER am wenigsten Songs live gespielt haben (stimmt tatsächlich), deute darauf hin, dass sich die Band des Status‘ des Longplayers bewusst ist.

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Das mag ja alles irgendwie zutreffen. Aber wenn ST. ANGER in dieser Liste auftaucht, was ist dann mit LULU? Das Kollaborationsalbum von Metallica und der 2013 verstorbenen The Velvet Underground-Ikone Lou Reed müsste dann eigentlich gleich doppelt in den „50 grausigen Alben von genialen Künstlern“ vorkommen. ST. ANGER hat durchaus seine Momente, und mit dem Titel-Track sowie ‘Frantic’ immerhin zwei waschechte Hits. An einem zu großen Respekt vor Lou Reed auf Seiten des „Rolling Stone“ kann es nicht liegen. Denn dessen 1986er-Scheibe Reed MISTRIAL hat es auf Platz 18 geschafft. Überdies finden sich mit FORBIDDEN (1995, Rang 6) von Black Sabbath  und METAL MAGIC (1983, Rang 4) von Pantera zwei weitere Metal-Platten in der Schundliste wieder.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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