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Stratovarius: Interview mit Jörg Michael zum Album POLARIS

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Wo sind die Zeiten geblieben, als Freude die Musikwelt regierte? Als Timo Tolkki noch mit Sprüchen über Adolf Hitler den selbstlosen Alleinunterhalter gab, abwechselnd sich selbst und dann seine Kumpels aus Stratovarius kickte, um zwischendurch eine blutspuckende Vampirin als neue Sängerin zu präsentieren. Aus, vorbei! Zwar hat die Lady Gaga der Metal-Szene mit Revolution Renaissance eine neue Band am Start, die haargenau gleich klingt wie Stratovarius, und mit dem Project Strato findet die unendliche Geschichte auch eine indirekte Fortsetzung, doch der große Spaß scheint vorbei zu sein.

Das hofft zumindest Stratovarius Drummer Jörg Michael. Auf die Streitigkeiten mit dem ehemaligen Chef und Gitarristen muss man ihn gar nicht extra ansprechen: “Wir freuen uns, dass nach dem ganzen Blödsinn der letzten Jahre mit POLARIS endlich eine neue Platte von uns draußen ist. Egal, ob das jetzt unser Zoff mit der Plattenfirma oder der Mist mit Tolkki war – das hat alles gar nichts gebracht. Es hilft mir nix, wenn ich mich mit dem Tolkki oder irgendwelchen Fans im Internet streite. Deshalb hab ich das auch nie gemacht.”

Stratovarius nach dem Ausstieg des kreativen Masterminds aufzulösen, stand hingegen nie zur Diskussion: “Wenn du 15 Jahre in einer Band spielst, dann machst du das höchstwahrscheinlich nicht, wenn du sie scheiße findest. Klar waren wir nach Tolkkis Ausstieg ein bisschen beleidigt, aber wir haben uns schnell gefangen und mit Matias Kupiainen einen hervorragenden, neuen Mann gefunden. Und nachdem die Band nach wie vor ‘Stratovarius’ heißt, könnt ihr davon ausgehen, dass sich musikalisch gar nicht so viel verändert hat.” Wie könnten wir auch…

Die Musiker hält halten also am bisherigen Erfolgsrezept fest. Was aber macht den Erfolg von Stratovarius eigentlich aus? “Sicher nicht unser Aussehen. Wir sind ja nicht unbedingt die schönsten Boys der Welt. Der eine hat Übergewicht, der andere Pickel, der andere versplisste Haare… Also ich denke, das lag und liegt an der Musik, oder was meinst du?” Hm. Vielleicht an Rinderwahn oder Geschmacksverwirrung? “Ach nee, hör mal auf! Ich glaube, die Voraussetzung für Erfolg ist immer, dass man es ehrlich meint und nicht berechnend. Nimm doch mal den Dieter Bohlen. So Leid uns das allen tut, aber der steht halt voll auf seine Musik und findet die richtig geil! Das ist genau diese Ehrlichkeit, die für die Fans ganz wichtig ist. Deswegen sind auch Stratovarius immer noch dabei.”

Jetzt wissen wir also, was Dieter Bohlen mit Power Metal gemeinsam hat.

 

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