Bei The Amity Affliction brennt die Hütte. Zuletzt hatten sich der im Februar 2025 geschasste Sänger/Bassist Ahren Stringer und Frontmann Joel Birch zusammen mit dem Rest der Band in einem Rechtsstreit um den Band-Namen als Marke verzettelt. Doch damit nicht genug: Wie das Blunt-Magazin berichtet, trägt die Metalcore-Institution einen großen Schuldenberg mit sich herum, den sie abtragen muss. Konkret sind es 646.000 Australische Dollar (rund 390.000 Euro).
Verzwickte Lage
So belegen offenbar unternehmerische Dokumente von The Amity Affliction, dass sich die Gruppe vergangenes Jahr im Stillen einem formellen Restrukturierungsprozess verpflichtet hat, um das Minus wieder wettzumachen. Hierfür müssen Ahren Stringer und Joel Birch allerdings zusammenarbeiten, denn auch wenn der Bassist kein musikalisches Mitglied der Formation mehr ist, so bleibt der 39-Jährige weiterhin Miteigentümer und Direktor der Band-Firma.
Der Grund hierfür ist: Normalerweise werden Musiker, die bei einer Musikgruppe aussteigen, ausbezahlt, womit sie auch aus dem Band-Unternehmen ausscheiden. Aufgrund der Schulden konnten The Amity Affliction Stringer offenbar noch nicht seinen Anteil überweisen.
Bei einem Großteil der Schulden handelt sich sich um ausstehende Steuerzahlungen an das australische Finanzamt. Hierzu besteht der Plan, über die nächsten drei Jahre hinweg 512.000 Australische Dollar abzubezahlen. Um dazu in der Lage zu sein, müssen The Amity Affliction allerdings laufend über Einnahmen verfügen. In der heutigen Zeit, in der via Tonträger und Streaming nicht wirklich viel in die Kasse gespült wird, heißt das: Die Kapelle muss regelmäßig Konzerte spielen.
An dieser Stelle kommt noch einmal der Streit um die Namensrechte ins Spiel. Denn Ahren Stringer wollte sich vor etwa einem Jahr das Wort „Amity“ markenrechtlich sichern lassen und hatte überdies weitere Anträge für „The Amity Affliction“ eingereicht. Dagegen ging Joel Birch vor — und hatte damit anscheinend auch Erfolg. The Amity Affliction bringen auf jeden Fall am 24. April 2026 ihren neuen Longplayer HOUSE OF CARDS heraus. Darüber hinaus stehen zahlreiche Liveshows in Nordamerika und Europa an — unter anderem im September und Oktober in Wiesbaden, Köln, Hamburg, Berlin, Wien, Zürich und München.
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