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Therion: Interview mit Christofer Johnsson zu THE MISKOLC EXPERIENCE

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Alle Jahre wieder: Therion-Mastermind Christofer Johnsson bat 2008 zum Aderlass und führte eine umfassende Band-Dialyse durch. Ergebnis: alle mussten raus, die nicht so wollten, wie er – und das waren nun mal alle außer ihm. „Es gab keinen anderen Weg, das zu bewahren, was einzigartig an Therion ist“, berichtet der resolute Therion-Chef. „Mit ein paar Kompromissen hätte man die Probleme sicher umgehen können, doch bei Therion ging es ja immer darum, keine Kompromisse einzugehen.“

Die Trauer im Staate Therion währte jedoch nur kurz und Johnsson präsentierte mit Nalle Påhlsson am Bass und Trommler Johan Kullberg schnell seine neuen Lakaien. Mittlerweile wurde zudem Metal-Tenor Thomas Vikström als Sangesknabe engagiert, den man bereits von Candlemass, Brazen Abbot und Stormwind kennt.

Bevor das frisch formierte Quartett ein neues Album zusammenlötet, das noch 2009 angegangen werden soll und die Tetralogie aus LEMURIA, SIRIUS B (2004) und GOTHIC KABBALAH (2007) zum Abschluss bringt, bekommen Therion-Fans noch ein audiovisuelles Leckerli namens THE MISKOLC EXPERIENCE kredenzt.

Das CD/DVD-Package enthält Therions 2007er Auftritt beim Internationalen Opernfestival im ungarischen Miskolc, bei dem die Skandinavier, von einem großen Chor und Orchester unterstützt, ein klassisches Set mit den Lieblingskomponisten von Mastermind Christofer Johnsson zum Besten gaben – und dazu gleich noch eins mit Therion-Hits. Ein letzter Blick in die Vergangenheit dieser faszinierenden Band, die in ihren zwei Schaffensdekaden eine Konstante etabliert hat: die Wechselhaftigkeit.

„Jede Veränderung bringt neue Möglichkeiten“, erklärt Johnsson die „Erfolgsphilosophie“. „Die neuen Band-Mitglieder geben Therion, wie das auch früher bei jedem Wechsel der Fall war, ein neues Aroma, das wie eine Vitamin-Injektion ist.“

Na also: Das (große) Tier Therion lebt wieder!

 

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