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Todesfälle: Abschied von Chuck Mosley und Chad Hanks

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Chuck Mosley

Und wieder heißt es von zwei Musikern Abschied zu nehmen: Bereits am Donnerstag, den 09.11.2017, starb Faith No More-Gründungsmitglied und erster Sänger Charles Henry „Chuck“ Mosley III im Alter von 57 Jahren „an den Folgen seiner langjährigen Suchterkrankung“.

Die Definition der Todesursache soll als Warnung oder Signal für alle dienen, die einen ähnlichen Kampf gegen Suchtmittel führen. Mosley hinterlässt seine langjährige Lebensgefährtin Pip Logan, zwei Töchter und einen Enkel.

Faith No More äußerten sich zum Tod ihres einstigen Sängers: „Schweren, schweren Herzens müssen wir den Tod unseres Freunds und Band-Kollegen Chuck Mosley akzeptieren. Er war eine draufgängerische und grölende Energiequelle, der immer mit Überzeugung ablieferte und uns dabei half, unseren Weg der Einizigartigkeit und Originalität zu betreten – ohne ihn hätten wir diese Entwicklung nicht gemacht.

Wir hatten letztes Jahr noch einmal das große Glück, gemeinsam mit ihm aufzutreten, zum Re-release unseres ersten Albums WE CARE A LOT. Sein Enthusiasmus, Sinn für Humor, seine ganz eigene Art und vorlautes Mundwerk werden von sehr vielen Menschen vermisst werden. Wir waren eine Familie, eine ungewöhnliche und gestörte Familie, und werden für immer mit großem Dank auf die Zeit zurückblicken, die wir mit Chuck verbracht haben.“

Chuck Mosley sang die ersten beiden Faith No More-Alben WE CARE A LOT (1985) und INTRODUCE YOURSELF (1987) ein, bevor er wegen seiner Alkoholexzesse 1988 durch Mike Patton ersetzt wurde. Sein letztes musikalisches Lebenszeichen (neben erwähnter 2016er-Show mit Faith No More-Mitgliedern) war sein Soloalbum  WILL RAP OVER HARD ROCK FOR FOOD von 2009, mit Gastbeiträgen von unter anderem Jonathan Davis (Korn), John 5 (Rob Zombie) und Roddy Bottum (Faith No More).

Chad Hanks

Der Bassist der US-Hard Rock-/Industrial Metal-Band American Head Charge ist im Alter von nur 46 Jahren verstorben. Anfang November wurde bei Hanks eine tödliche Krankheit diagnostiziert, die ihm nun das Leben geraubt hat. Gerüchteweise sollen seine Leber und Nieren stark angegriffen gewesen sein.

Für den 26. November ist ein Benefizkonzert in Minneapolis, der Heimat der Band, anberaumt, das als öffentliche Gedenkfeier für den Bassisten dienen soll. Sänger Cameron Heacock und Keyboarder Justin Fowler posteten rührende Bilder des gestorbenen Musikers auf ihren Facebook-Seiten.

Der frühere American Head Charge-Gitarrist Ted Hallows schrieb: „Ruhe in Frieden, mein Freund. Wir werden dich vermissen, und deine Musik wird für ewig weiterleben. Danke, dass du mich zu einem besseren Gitarristen gemacht hast, und danke für all die schönen gemeinsamen Erinnerungen. Ich liebe dich.“

Bereits 2005 waren American Head Charge von einem Todesfall betroffen: Gitarrist Bryan Ottoson starb mit 27 Jahren im Schlaf, nach dem Genuss von zu viel Alkohol und Tabletten, im Bus, während der Tournee zum Album THE FEEDING. American Head Charge lösten sich 2009 auf, kamen allerdings 2011 wieder zusammen. Ihr letztes Album TANGO UMBRELLA datiert von 2016.

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