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Ulver live

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Ulver spielen nicht live. Punkt. Lange Zeit war das, vielen Fans zur Qual, Gesetz. Jetzt endlich können sie Ulver endlich in Deutschland sehen: auf der kulturell hoch angesehenen Volksbühne in Berlin. Ein passender Ort, um Ulver zu inszenieren – denn die Band um Chef Garm tritt nicht einfach auf, sondern sucht als entsprechende Präsentationsform ihrer Musik einen Zwitter aus Konzert und multimedialer Installation.

Ein Schlagzeug und ein seitlich aufgestellter Marshall-Amp sind alles, was an eine herkömmliche Konzert-Bühne erinnert. Dazwischen stellen Leuchtstäbe, Mix- und Sample-Pulte und Garms Mikro die Bühne voll. Gleich beim von SHADOWS OF THE SUN (2007) kommenden Opener wird klar, wie der Abend konzipiert ist: strenges Gegenlicht zwingt den Blick auf die Projektionen, die räumlich von Technik eingezwängten Musiker steuern ihre Noten in die von Samples fest umrahmten Sound-Freiräume, Garm singt und haucht seine teils schwer verständlichen Text-Fragmente gegen eine übermächtige Sound-Wand – und unterliegt im tonalen Zweikampf. An seine Studio-Qualität kommt er live nicht ran.

Der größte Teil des musikalisch abwechslungsreichen Sets ist aber ohnehin instrumental und pendelt vor allem zwischen den drei neueren Alben PERDITION CITY (2000), BLOOD INSIDE (2005) und SHADOWS OF THE SUN (2007). Die Konzentration aufs Optische liefert also die perfekte Grundlage, um mit den visuell stimulierenden Songs eine Liaison der besonderen Art einzugehen. Und doch: die Möglichkeit, wirklich Großes zu erschaffen, vergeht ungenutzt. Während der Projektion einer burlesken Tanz-Einlage ist die surreale Schönheit greifbar; der Gegenschnitt wild kopulierender Menschen zu im gleichen Takt wabernden Maden wirkt während eines anderen Songs erfolgreich repulsiv – doch allzuviele Collagen zerschellen an ihrer inhärenten Beliebigkeit. Diese Schieflage kann von den Musikern nicht aufgefangen werden, die physisch zwischen Technik eingepfercht sind, im Sound von Samples und Ton-Schichten bezwungen werden.

Was bleibt, ist großartige Musik, ein extrem interessanter Ansatz der eigenen Live-Inszenierung und trotzdem ein Scheitern im Ziel, etwas wirklich Unvergessliches zu erschaffen. Dass Ulver sich zudem nach 75 Minuten, anstatt der angekündigten zwei Stunden, ohne Zugabe verabschieden, darf als Frechheit durchgehen. Trotzdem ist das Publikum zufrieden – endlich Ulver live gesehen. Und anders, als ein gewöhnliches Konzert war es sowieso.

Tobias Gerber

Weitere aktuelle Live-Berichte:
+ In Flames live in Beijing
+ Stratovarius + Dream Evil + Tracedawn live in München
+ Ulver spielen nicht live. Punkt. Lange Zeit war das, vielen Fans zur Qual, Gesetz. Jetzt endlich können sie Ulver endlich in Deutschland sehen: auf der kulturell hoch angesehenen Volksbühne in Berlin. Ein passender Ort, um Ulver zu inszenieren – denn die Band um Chef Garm tritt nicht einfach auf, sondern sucht als entsprechende Präsentationsform ihrer Musik einen Zwitter aus Konzert und multimedialer Installation.

Ein Schlagzeug und ein seitlich aufgestellter Marshall-Amp sind alles, was an eine herkömmliche Konzert-Bühne erinnert. Dazwischen stellen Leuchtstäbe, Mix- und Sample-Pulte und Garms Mikro die Bühne voll. Gleich beim von SHADOWS OF THE SUN (2007) kommenden Opener wird klar, wie der Abend konzipiert ist: strenges Gegenlicht zwingt den Blick auf die Projektionen, die räumlich von Technik eingezwängten Musiker steuern ihre Noten in die von Samples fest umrahmten Sound-Freiräume, Garm singt und haucht seine teils schwer verständlichen Text-Fragmente gegen eine übermächtige Sound-Wand – und unterliegt im tonalen Zweikampf. An seine Studio-Qualität kommt er live nicht ran.

Der größte Teil des musikalisch abwechslungsreichen Sets ist aber ohnehin instrumental und pendelt vor allem zwischen den drei neueren Alben PERDITION CITY (2000), BLOOD INSIDE (2005) und SHADOWS OF THE SUN (2007). Die Konzentration aufs Optische liefert also die perfekte Grundlage, um mit den visuell stimulierenden Songs eine Liaison der besonderen Art einzugehen. Und doch: die Möglichkeit, wirklich Großes zu erschaffen, vergeht ungenutzt. Während der Projektion einer burlesken Tanz-Einlage ist die surreale Schönheit greifbar; der Gegenschnitt wild kopulierender Menschen zu im gleichen Takt wabernden Maden wirkt während eines anderen Songs erfolgreich repulsiv – doch allzuviele Collagen zerschellen an ihrer inhärenten Beliebigkeit. Diese Schieflage kann von den Musikern nicht aufgefangen werden, die physisch zwischen Technik eingepfercht sind, im Sound von Samples und Ton-Schichten bezwungen werden.

Was bleibt, ist großartige Musik, ein extrem interessanter Ansatz der eigenen Live-Inszenierung und trotzdem ein Scheitern im Ziel, etwas wirklich Unvergessliches zu erschaffen. Dass Ulver sich zudem nach 75 Minuten, anstatt der angekündigten zwei Stunden, ohne Zugabe verabschieden, darf als Frechheit durchgehen. Trotzdem ist das Publikum zufrieden – endlich Ulver live gesehen. Und anders, als ein gewöhnliches Konzert war es sowieso.

Tobias Gerber

Weitere aktuelle Live-Berichte:
+ In Flames live in Beijing
+ Stratovarius + Dream Evil + Tracedawn live in München
+ Machine Head + Caliban + Bleeding Through live in Hamburg


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Mike Portnoy spielt Rush-Songs auf einem Kinder-Schlagzeug

Das US-Online-Magazin Loudwire lässt bereits seit mehreren Jahren gelegentlich Musiker auf Kinder-Instrumenten spielen. Im Zuge dessen zerlegte Mike Portnoy bereits 2015 ein Hello Kitty-Drumset. In einem späteren Clip saß der Musiker dann an einem kleinen Schlagzeug im Pokemon-Stil. Nun folgt ein weiteres Video, in dem Portnoy einem seiner größten musikalischen Einflüsse Tribut zollt: Rush-Musiker Neil Peart. Das Kinder-Schlagzeug, an dem Portnoy dieses Mal sitzt, ist nicht ganz so farbenfroh gestaltet, wie die letzten beiden. Der Drummer stellt deswegen sogleich zu Beginn fest, dass dieses Instrument in einer angenehmen Farbe daherkommt. Im Anschluss an die Trommel-Session wird das Schlagzeug von Portnoy…
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