UNGEHINDERT DABEI – live.laut.inklusiv. So heißt das Projekt, das die VERUGA GmbH (Veranstalter des Rockharz) und den Event-Experten der HKES GmbH vergangenes Jahr gegründet haben. Damit wollen die Verantwortlichen andere Veranstalter bei der Durchführung von barrierearmen Veranstaltungen unterstützen und Live-Events künftig inklusiver machen.
Austausch und Engagement
Am 30. März 2026 fand die Gründungsveranstaltung statt, bei der aus dem Projekt ein Verein hervorging: UNGEHINDERT DABEI e.V. In den letzten Monaten haben die Verantwortlichen Konzept und Ziele des Projekts weiter ausgearbeitet, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Während des Treffens „wurde schnell deutlich, dass in der Veranstaltungs-Branche Bedarf an Lösungen und Angeboten besteht, um Menschen mit Behinderung kulturelle Teilhabe nicht nur zu erleichtern, sondern in vielen Fällen überhaupt erst zu ermöglichen.“
Zunächst soll ein weitreichendes Netzwerk aufgebaut werden. Dies biete dann eine „Plattform für Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung, insbesondere für Veranstaltende, interessierte Organisationen, Fachkräfte sowie betroffene Menschen.“ Außerdem erarbeitet der Verein momentan Kriterien für einen Zertifizierungsprozess, den interessierte Veranstalter durchlaufen können. Anschließend erhalten sie ein entsprechendes Siegel, das die Teilnahme und das Engagement am Projekt sichtbar macht.
Hürden überwinden
Das UNGEHINDERT DABEI-Konzept sei überdies bereits unter anderem den Veranstaltern des Metal Frenzy Festivals, Deichbrand Festivals und des New Healing Festivals vorgestellt worden. Im kommenden Sommer sollen die ersten Pilotprojekte anlaufen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der Weiterentwicklung des Konzepts. Interessierte aus der Festival- und Veranstaltungs-Branche können den Verein schon jetzt kontaktieren und Informationen einholen.
Um es mit den Worten der Verantwortlichen zusammenzufassen: „Mit UNGEHINDERT DABEI – live.laut.inklusiv gibt es nun eine Plattform, an die sich Veranstalter wenden können, um jedem Menschen, unabhängig von der Art seiner Beeinträchtigung oder deren Schwere, zu ermöglichen, ihre Kunst- und Kulturveranstaltungen zu besuchen. Der Anspruch des gemeinsamen Projektes ist es, ganzheitlich gedachte Lösungen zu finden und diese auf Hürden und Herausforderungen, mit denen sich Veranstalter aktuell konfrontiert sehen müssen, zuzuschneiden: aus der Branche für die Branche.“
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