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Uriah Heep: Bernie Shaw über Künstliche Intelligenz

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Spätestens seit dem Aufkommen von ChatGPT wird das Thema Künstliche Intelligenz immer mal wieder Gegenstand öffentlicher Debatten, auch innerhalb der Musikszene. Schließlich birgt die Technologie genügend Optionen, in kreativen Sektoren Anwendung zu finden. Und einige Musiker, so auch Uriah Heep-Sänger Bernie Shaw, betrachten die daraus resultierenden Entwicklungen als gefährlich.

Gefährliche Zeiten

„Es macht mir echt Angst. Ich mache nicht viel damit, habe mich nicht groß mit KI beschäftigt, aber ein Freund von mir, ein sehr guter Freund, nutzt das mit seinem Handy und zeigte es mir“, sagte Shaw im Interview mit Brudne Brzmienie. „Er sagte: ‚Schreib einen Song im Stil von Uriah Heep‘, und in weniger als drei Sekunden spuckte es diesen Song aus. Er hatte all die kleinen Details, die Uriah Heep ausmachen, in diesem künstlich erzeugten Song.

Es war zwar kein Gesang vorhanden und die Musik […] klang nicht hundertprozentig akkurat, jedoch verdammt nah an dem, was Mick (Box, Bassist – Anm.d.A.) und Phil (Lanzon, Keyboard – Anm.d.A.) schreiben würden. Aber wer schreibt die Musik, wenn sie von einer KI stammt? Man bekommt ein Album, dessen Musik komplett von Computern und KI erstellt wurde. Aber wer verdient daran? Schließlich kommt sie ja aus dem Nichts.

Shaw sieht darin Parallelen zum Aufkommen von Napster Anfang der Jahrtausendwende. Die Möglichkeit, Musik kostenlos im Internet herunterzuladen, ließ die Verkäufe von Tonträgern massiv einbrechen. Die Folge: Mit Albumveröffentlichungen war kaum Geld zu verdienen, mit Live-Konzerten dagegen schon.

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„Wenn man nun eine Studio-Band ist, die es gewohnt ist, nur mit Computern und Samples zu arbeiten, kann man das live nicht nachahmen“, so Shaw. „Es wären nur ein paar Maschinen auf der Bühne. Also waren alle auf Tournee, aber live sieht man den Unterschied zwischen echten Musikern und Studiomusikern, und die beiden Welten werden sich nie begegnen.“


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