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Witwe von Chris Cornell verklagt Soundgarden

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Einem Bericht des Klatsch-Portals „TMZ“ zufolge hat Vicky Cornell, die Witwe des 2017 verstorbenen Chris Cornell, seine Band Soundgarden verklagt. Es geht um Tantiemen, die die verbleibenden Mitglieder ihr und Cornells Kindern vorenthalten sollen, sowie die Rechte an unveröffentlichten Aufnahmen.

Konkret ist dabei die Rede von sieben Aufnahmen/Tracks, die laut Vicky „ausschließlich von Chris verfasst wurden, seine eigenen Gesangsaufnahmen beinhalten und an Chris‘ Nachlass vermacht wurden“ zum Wohl von ihr und der Kinder. Weiterhin behauptet sie, Soundgarden würden rechtswidrig versuchen, Druck auszuüben, um an bestimmte Aufnahmen von Cornell zu gelangen. Das passt zu einer kürzlichen Aussage von Gitarrist Kim Thayil, der in Bezug auf Hindernisse für ein neues Soundgarden-Album mit Gesang von Chris sagte:

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„Es sollte keines geben, eigentlich gibt es auch keines. Außer der Tatsache, dass wir diese Dateien nicht haben. Doch ich denke, das wird passieren. Es wäre lächerlich, wenn es nicht passieren würde. Aber wir leben in schwierigen Zeiten, was Partnerschaften und Eigentum angeht.“

Gemeinschaftliches Eigentum?

Die verbleibenden Mitglieder von Soundgarden sehen die Sache folglich anders als Vicky. In einem anwaltlichen Brief an die Witwe von Chris Cornell behauptet die Gruppe „jeglicher musikalischer Inhalt (instrumental und/oder gesanglich, Demos oder Rohaufnahmen), der auf der Festplatte von irgendeinem oder allen Soundgarden-Mitgliedern gespeichert wurde (inklusive jeglicher Aufnahmen, die nur Darbietungen von Chris Cornell beinhalten und für Soundgarden gedacht waren), stelle Partnerschaftseigentum von Soundgarden dar.“

Vicky Cornell zufolge hätten Soundgarden allerdings keine von Chris Cornell unterschriebenen Dokumente vorgelegt, die diese Partnerschaft belegen. Vielmehr gebe es keine Beweise dafür, dass die unveröffentlichten Aufnahmen für etwas anderes gedacht waren als Chris‘ alleinigen und exklusiven Besitz. In einem Instagram-Post (siehe unten) macht sie sich zudem Luft, schreibt über die Habgier anderer Menschen und dass zahlreiche andere Witwen offenbar schon in ähnlichen Situation steckten.

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I have been taking time these past few weeks to be grateful for all the good people around me and for those who have lifted me up at the very worst times in my life. The silver lining, during the storm, is finding and appreciating the subtle glow of those who sincerely support you in your life unconditionally. However, sometimes while you grieve the one you physically lost, you realize that you must now grieve the loss of some of those you considered friends and family as well. I am shocked at how often this occurs. It’s not just me, or the rock-star widow, or the political widow; it is the case for the vast majority of women after their partners have passed. It transcends socio-economic class, race, and religion. It is an unpleasant and unfortunately all too common theme. Hard-hearted family members, friends, and business associates; who will exploit a widow’s vulnerability when she’s broken and alone. These other people who have decided that her time is up as well. Through support groups and other widowed friends, and during both difficult and supportive conversations, I have learned that I am not a unique case. This seems to be the inevitable plight of the widow in this world and I cannot help feeling angry, sad and betrayed. I will not be bullied or shamed into silence. I will not accept something so wrong, so lacking in compassion or decency, even with the clear but unspoken threat of social rejection hanging over me. This was not the way I would have chosen to move forward. But I will not be pushed aside for someone else’s convenience or gain. I will not sacrifice our children’s futures for someone else’s greed. And I will not let someone else make me feel shame because the man I loved was taken from all of us too soon. I will do justice by my husband’s work and memory; for our children and for everything we stood for. I want to thank everyone who has stood by Chris and has supported us through this devastating time. Your love and your kindness will never be forgotten. #chriscornell forever ?

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Soundgarden haben via Facebook von Cornells Tod erfahren

Der Streit zwischen den verbleibenden Soundgarden-Mitgliedern und Vicky Cornell geht in die nächste Runde. Im Kern geht es um folgendes: Die Musiker werfen der Witwe von Chris Cornell vor, Aufnahmen zurückzuhalten, die auf das Konto der gesamten Band gehen und die sie dringend für ein neues Album brauchen. Vicky wiederum wirft Soundgarden vor, Tantiemen, die ihr und den Kindern zustehen, zurückzuhalten und behauptet, ihr Mann sei der alleinige Komponist der Aufnahmen. In einem neuen Klageschreiben gibt die Band nun an, über die sozialen Medien vom Tod Cornells erfahren zu haben. Darin heißt es: "Am 17. Mai flog Chris nach Detroit, um…
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