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Zombies im Schafspelz

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Was haben unschuldig weiße Schafe und vor Verwesung stinkende Zombies gemeinsam? Richtig: Sie laufen über Neuseelands grüne Wiesen, geben fiese Guttural-Laute von sich und fressen Menschen. Ja, sogar die Schafe tun das.

Zumindest in BLACK SHEEP, dem neuen Fun-Splatter-Kult aus Neuseeland, der nicht von ungefähr an Peter Jacksons (HERR DER RINGE, KING KONG) legendäre Frühwerke BAD TASTE und BRAINDEAD erinnert. Die Geschichte zum Schaf-Zombie-Nonsens ist nämlich genauso unsinnig witzig wie die der Klassiker und die Inszenierung versucht gar nicht erst, Spannung oder Schock-Grauen zu entwickeln.

Der Plot ist dabei schnell erzählt:

Angus Oldfield (Peter Feeney) ist ein geldgeiler Großfarmer, der am genetisch perfekten Klonschaf forschen lässt. Durch einen dummen Zufall kommt natürlich ein gen-manipuliertes Schaf ins Freie, beißt um sich und lässt andere Schafe zu unschuldig aussehenden Killerzombies mutieren.

Diese müssen in bester Splatter-Fun-Manier von den Guten des Films umgebracht werden. Natürlich nur, damit man nicht selber drauf geht.

Die Guten, das sind vor allem Henry Oldfield (Nathan Meister), Bruder vom Bösewicht Angus, der seit seiner Kindheit ohnehin mit einer Schaf-Phobie ausgestattet ist, Tierschützerin und Spät-Hippie Experience (Danielle Mason), die plötzlich Schafe umbringen anstatt retten muss und Farmer Tucker (Tammy Davis), der keine psychologische Zwickmühle hat, sondern einfach nur eine coole Sau ist.

Die Drei haben dann auch alle Hände voll zu tun, denn in Neuseeland gibt es viele Schafe. Und was noch erschwerend dazu kommt: Nur relativ wenig Menschen! Werden Menschen gebissen und dabei nicht vollständig von den blutrünstigen Wollknäueln gefressen, werden sie übrigens selber zu Zombie-Schaf-Menschen – was den Kampf nicht leichter macht.

Vergleicht man BLACK SHEEP mit Horror-Filmen aktueller Couleur, fällt gleich der Spaß an der Materie auf, der seit den Neunzigern fast in Vergessenheit geraten ist. Es geht nicht um den größtmöglichen Schock á la SAW, nicht um Brutalität als Selbstzweck wie in HOSTEL, sondern um den naiven Spaß an einer aberwitzig abstrusen Geschichte, lächerlichen aber urkomischen Dialogen und Szenen, in denen sowohl verquartzte Hippies und Öko-Aktivisten auf die Schippe genommen werden, als auch problemlos mal ein Schaf ein Auto die Klippe hinunter jagen kann.

So wird BLACK SHEEP zu einer echten Frischzellenkur in einemGenre, das sich selber in den letzten Jahren viel zu ernst genommen hat. Und damit BLACK SHEEP nicht in die alte B-Movie-Falle tappt, haben die Macher gleich noch die eh in Neuseeland sitzenden Weta-Jungs (unter anderem HERR DER RINGE) für die Effekte rangezogen. Die zweifelhafte Ästhetik des Billigen umschifft BLACK SHEEP so mit links

Für einen lustigen Abend mit Spaßgetränken bestens geeignet.

Szenen-Bilder findet ihr wie immer oben in der „Bildergalerie“!

Tobias Gerber

Weitere Filmkritiken:
+ 30 Days Of Night
+ Schwerter des Königs
+ 28 Weeks Later


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