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Zum Todestag: Vor zehn Jahren starb Ronnie James Dio

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Der Drache: Sinnbild für Chaos. Ein Ungeheuer, das den Menschen, als auch die Götter zum Feind hat. Bleibt er unbesiegt, verschlingt er alles Licht der Sonne und des Mondes und macht Leben unmöglich. Auch ist der Drache ein wiederkehrendes Symbol in Ronnie James Dios Lyrics, Sinnbild für die kleinen – und großen – Kämpfe des alltäglichen Lebens. Dios letzter Kampf begann im November 2009. Sein Drache war zurück – dieses finale Mal in Form eines Magenkarzinoms.

Dio im Jahr 1976.
Dio im Jahr 1976.

„I’m lucky that I am a very hard person, and strong within my beliefs, so that this hasn’t really been a problem to me, y’know I just get cancer, I’ll kick the hell outta you.“ Dio sagte dem Krebs den Kampf an. Denn: Die Erkrankung befand sich noch im Frühstadium, es gab Grund zur Hoffnung. Dann kam alles anders und besonders überraschend: Nur sechs Monate später erlag Dio seinem Krebsleiden. Der Drache siegte.

Gott und die Mafia

Dabei befand sich Dio bereits auf dem Weg der Besserung. Kurz vor seinem Tod begannen die Arbeiten am zweiten Studioalbum seiner Band Heaven And Hell, außerdem war eine DVD in der Mache. Noch im April 2009 veröffentlichte die Black-Sabbath-Inkarnation ihr Studio-Debüt THE DEVIL YOU KNOW. Dios letzte Aufnahmen. Es hätte eine Tour folgen sollen, doch die sagten Heaven And Hell bloß elf Tage vor Dios Ableben ab.

Die Todesnachricht des Ausnahme-Frontmanns traf die internationale Rock- und Metalgemeinde mitten in die Magengrube. Und das nicht ohne Grund – ein Zeitsprung zurück. Ronnie James Dio kam am 10. Juli 1942 in Portsmouth, New Hampshire zur Welt. Seine italo-amerikanischen Eltern gaben ihm den Namen Ronald James Padavona. Seinen Künstlernamen hingegen verwendete Dio erstmalig mit etwa 18 Jahren. Inspiration bot Mafioso Giovanni Dioguardi, dessen Spitzname: Johnny Dio. Bedeutung: Gott.

Dio auf der Bühne mit Elf, 1974.
Dio auf der Bühne mit Elf, 1974.

Aufstieg in den Rock-Olymp

Mit fünf Jahren lernte er auf Drängen seines Vaters hin das Trompetenspiel, denn: In seiner Kindheit kam Dio mit viel klassischer Musik in Berührung, der Tenor Mario Lanza beeinflusste ihn nachhaltig. Zu ihm äußerte sich Dio gegenüber USA Today einmal wie folgt: „I couldn’t believe his incredible voice. I wanted to use that aspect of vocalisation in the rock and roll context. I guess that’s the connection people see between my operatic style and music as heavy as possible.“

Doch wahrscheinlich machte auch Dio bald die Erfahrung, dass sich mit der Trompete in der Hand nur schlecht mit Mädchen flirten lässt. Die Lösung: Er entdeckte den E-Bass für sich, bald darauf fand er seine Stimme. Mit der machte er (abgesehen von der obligatorischen Schulband) erstmals in seiner Band Elf – die viel zu viele Namenswechsel durchlebte, um sie an dieser Stelle alle aufzuzählen – auf sich aufmerksam.

Elf tourten Anfang der 70er durch Kneipen und Clubs, der erste Gang ins Studio stand bevor. Doch das Geld dazu fehlte. Zwei Retter rückten auf den Plan: Ian Paice und Roger Glover von Deep Purple. Die boten Elf nicht nur an, ihr erstes Studioalbum zu produzieren, sondern nahmen sie nach der Album-Veröffentlichung als Support-Band mit auf Tour. Hiermit begann Dios Aufstieg in den Rock-Olymp, ganz offiziell.

Fin Costello Getty Images
Fin Costello Getty Images

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