Alben
Ufomammut
Oro: Opus Primum
Doom Metal
von Tobias Gerber
Früher war ein Metal-Clip fast immer ein Live-Clip, eventuell aufgepeppt mit ein paar eigenen Film-Sequenzen. Von dort wurde der Beitrag bis heute zur kleinen Kunstform, die sich über Video-Netzwerke schnell von Metal-Seite zu Metal-Fan bewegte. Eigentlich sollte es dem Metal-Video damit so gut gehen, wie lange nicht mehr. Immerhin wird das Musikfernsehen jetzt nicht mehr gebraucht.
In einem aktuellen Interview äußert Unearth-Sänger Trevor Phipps eine ziemlich andere Auffassung. Auf die Frage, ob es zum neuen Album DARKNESS IN THE LIGHT einen Clip geben wird, erklärt er:
„Videos werden langsam zur aussterbenden Spezies. Selbst gedrehte Clips und Youtube bestimmen, wie eine Band wahrgenommen wird. Wir werden sicherlich ein paar Live-Sachen filmen und während der Tour draufhalten und das Material auf Youtube stellen. Wir werden online also präsent sein – ein Video von uns wird vielleicht irgendwann im Jahr dann noch auftauchen.“
Reicht es für eine Band aber, einfach nur online präsent zu sein, oder gehört das professionelle Video schlicht dazu? Wie wichtig sind den Fans auch optisch gut aufbereitete Geschichten zu den Songs? Kurz: stirbt der klassische Clip aus, wie der Unearth-Sänger postuliert, weil jeder mittlerweile alles ins Netz stellen kann?
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Kommentare (2)
Logische Konsequenz
Um diese Aussage richtig einordnen zu können, muss man wissen, dass die Nachfrage bzgl.professioneller Clips auf Youtube vergleichsweise gering ist, wegen Youtube aber woanders nicht so gut funktionieren. Am besten laufen auf Youtube Standbilder des Artworks zu Albentracks. Traurig aber wahr.
von David am 29. Juni 2011 16:36 Uhr Melden
Das Gegenteil ist der Fall
...Promovideos, insbesondere Samplevids und natuerlich auch die "Auskopplungen" sind elementar fuer den Erfolg und die Verbreitung. Grade in Zeiten von Smartphones und 'ueberall-internet' sind Videos ein tolles Instrument zur Verbreitung. Klar sind auch Videos von Fans mit hinterlegter Musik super wertvoll - aber das ist sowohl rechtlich eher schwierig als auch weniger ein Element zur Selbstdarstellung sondern eher eines zur Fremddarstellung - automatisch gibt man auf diese Weise das wichtige Kontrollelement aus der Hand. Wenn ich selbst nichts anbiete muss ich mit der Interpretation anderer leben. Das ist okay wenn man es den Fans leicht macht - aber es nimmt einem eben die Steuerungsmoeglichkeiten. Ausserdem: Wenn ich etwas veroeffentliche erzeuge ich automatisch Gerede darum - wenn's toll is laden es sich die Leute aufs Telefon und teilen es wo immer moeglich. Wenn ich gar nicht erst was anbiete, werde ich womoeglich auch nie auf einem Telefon landen, es bricht ein kompletter Strang Product-Placement weg. Kann sein dass es Unearth egal ist wie weit verbreitet sie sind - aber wenn Musiker von ihrer Musik leben wollen, ist Propaganda halt ein wesentliches Element. Aber das erklaert wenigstens, wieso ich noch nie was von Unearth gehoert habe ^^
von Zak am 29. Juni 2011 16:36 Uhr Melden