Revocation machen es dem Hörer nicht gerade leicht: Ist man einen kurzen Moment nicht aufmerksam, fängt der Sound an zu nerven. Verfolgt man jede Sekunde von CHAOS OF FORMS aber ganz genau, dann eröffnet sich einem der metallische Wahnsinn. Was Sänger und Gitarrist David Davidson und Revocation bieten, ist rein spielerisch mehr als brillant. Sie vermischen Highspeed Thrash mit Death-Growls, und das alles auf einem technischen Topniveau. Das liegt unter anderem daran, dass Davidson sich am Berklee Music College auf Polyrhythmik für Jazz spezialisierte und seine ganz individuelle Spieltechnik entwickelte.
Dieses Können zeigt er in jedem Song, weshalb das Gesamtergebnis wie eine gepimpte Version einer Melange aus Death, Bullet For My Valentine und The Black Dahlia Murder klingt. Mir persönlich ein bisschen zu technisch, vor allem weil mich zu viel Soli-Gewichse schlicht und einfach nervt und ich bei einem Song wie ‘Dissolution Ritual’ schnell mal abschalte. Dennoch, und das muss man der Band aus Boston lassen: Sie bereichern das Genre des technischen Death Metal um unschlagbares Können, wenngleich dies in manchen Momenten zulasten der Effektivität der Songs geht.
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