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Red Lamb 4 Stars
Red Lamb

Thrash Metal
12 Songs / 48:12 Min. - Haensel & Gretel/Sony

Review in METAL HAMMER 12/2012 Foto: Label Review in METAL HAMMER 12/2012 Das rote Lamm ist das Baby von Dan Spitz, der bis 1995 die Lead-Gitarre bei Anthrax spielte und von 2005 bis 2007 für die Reunion-Tour kurz reaktiviert wurde. In der Zwischenzeit hatte er sich komplett aus dem Musikerdasein zurückgezogen und in der Schweiz zu einem Uhrmacher (!) für Edel-Zeiteisen ausbilden lassen. Mit Red Lamb bringt er nun nicht nur seine eigene Band an den Start, sondern tritt erstmals als Songwriter in Erscheinung. Das Ergebnis: Wuchtiger Metal mit deutlichen Thrash-Wurzeln, der in Sachen Riffing und Gesang an neuere Megadeth erinnert.

Man darf davon ausgehen, dass deren Anführer Dave Mustaine hier seine Spuren hinterlassen hat, denn er produzierte das Album gemeinsam mit dem Anthrax-Veteranen. Auch bei den Texten wirkte er mit und unterstützt so das große Thema und Anliegen von Red Lamb: Eine Aufklärung über die Entwicklungsstörung Autismus, an der die beiden Söhne von Spitz leiden. Den Gesang übernahm dabei ein bisher wenig bekannter Herr namens Don Chaffin, der klingt wie Mustaine, würde dieser beim Singen tatsächlich die Zähne auseinanderbekommen.

Musikalisch lässt sich an dem Dutzend Metal-Songs, die von Johnny K in einen fetten Sound verpackt wurden, insbesondere eines aussetzen: Die Doublebass ballert zwar und die Soli fliegen, jedoch setzen sich die Stücke nur mühsam im Ohr fest und bieten wenig Variationen. Höhepunkte wie ‘Puzzle Box’, ‘Get Up’ und ‘The Cage’ etwa weisen immer wieder coole Riffs auf, nur Hooklines fehlen. Da wäre mehr drin gewesen.

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